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Spreebaderöffnung bei Aprilwetter?

Spreebaderöffnung bei Aprilwetter?

Uwe Rammer steht stolz vor seiner neuen Wellenrutsche. Im Winter wurde sie ausgetauscht, da die alte Rutsche bei der TÜV-Untersuchung durchgefallen war. | Foto: CF

Bautzen. Bei eisigen fünf Grad und vereinzelten Schneeflocken Anfang dieser Woche mochte man eigentlich noch nicht an die Freibadsaison 2016 denken. Aber laut offiziellem Zeitplan soll das Spreebad in Bautzen am Samstag, 30. April, nach der Winterpause wieder eröffnen. Die finalen Vorbereitungen liefen in der zurückliegenden Woche und Uwe Rammer, der Leiter der Bautzener Bäderbetriebe, inspizierte die letzten Handgriffe.

„Bei den Wetterbedingungen in dieser Woche werden wir am Samstag sicher nicht eröffnen können. Es ist einfach noch zu kalt, aber wir sind gerüstet und die Saison kann eigentlich losgehen. Nun müssen nur noch die Temperaturen kräftig ansteigen und die Sonne fleißig scheinen“, sagt Uwe Rammer.
Im vergangenen Jahr war das Spreebad gut besucht. Rund 35.000 Besucher badeten, trieben Sport oder erholten sich.

In der Winterpause gab es dann einiges zu tun. Alle Anlagen und Rutschen wurden TÜV-geprüft und zum Teil erneuert. „Die große Wellenrutsche zum Beispiel wies größere Mängel auf,  und so haben wir sie kurzerhand ausgetauscht. Die neue ist sogar noch etwas breiter“, erzählt der ausgebildete Schwimmmeister. Auch der Rutschenhang wurde vom Unkraut befreit und wieder begehbar gemacht. Die letzte große Sanierung des Spreebades gab es nach dem Hochwasser im Jahr 2010. „Da haben wir den gesamten Spielplatzbereich erneuert. Jetzt standen nur kleinere Reparaturarbeiten auf der gesamten Anlage an.“

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Organisatorisch und technisch ist also alles startbereit für die Freibadsaison. Auch im Bereich Personal ist das Spreebad bestens aufgestellt. „Wir haben fünf feste Mitarbeiter, alles Fachangestellte für Bäderbetriebe. Dazu kommen noch drei Azubis, und drei Rettungsschwimmer stehen auf Abruf bereit, sollte es mal einen Engpass geben“, sagt Uwe Rammer.

Er selbst hat sein Hobby zum Beruf gemacht und im Jahr 2001 seine Meisterprüfung abgelegt. Und er liebt seinen Job, sowohl im Hallenbad im Gesundbrunnen, als auch im Freibad. „Das Spreebad liegt so schön in der grünen Natur, direkt an der Spree. Es ist eine Stätte der Erholung und die Besucher können sich hier wohlfühlen und entspannen.“

Natürlich steht der Badespaß im Vordergrund. In dem großen Schwimmerbecken mit sechs 25-Meter-Bahnen und einer Wassertiefe von 1,80 Meter kann es auch schon mal sportlich zugehen. Das Erlebnisbecken mit Wasserpilz und einer Wassertiefe von 0,25 bis 1,35 Meter, einem Strömungskanal, einer Palmeninsel mit Kletternetz und einer Elefantenrutsche sorgt für Spaß bei Groß und Klein. Die jüngsten Badbesucher können im Kleinkinderbecken mit einer Wassertiefe von 30 Zentimeter mit Springbrunnen und einer kleinen Rutsche planschen. Die neue breite Wellenrutsche und die lange Wasserkurvenrutsche versprechen Fun pur.

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Auf der großen Liegewiese, dem Sandspielplatz mit Tischtennisplatten, dem Fußballplatz und der Spielkletterburg können die Besucher schöne Stunden im Spreebad verbringen. Sogar eine Entenfamilie ließ sich im vergangenen Jahr nieder und brütete Jungtiere aus. „Das war eine Aufregung bei Besuchern und Angestellten. Wir haben den Vögeln an dem kleinen Teich hinter dem Bad ein Zuhause geschaffen und sie da auch weiter versorgt. In diesem Jahr sind wir wieder guter Hoffnung, da schon zwei Erpel da sind“, erzählt Uwe Rammer.

Das Spreebad hat seit diesem Jahr einen neuen Kioskbetreiber. „Sobald das Bad eröffnet ist, wird Herr Siegert die Besucher mit Getränken und Imbiss versorgen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit“, so der Badeleiter.
Die Öffnungszeiten und Eintrittpreise bleiben wie in den vergangenen Jahren unverändert. Bei schlechtem Wetter bleibt das Spreebad allerdings geschlossen. Bis Juni lädt Uwe Rammer die Badegäste dann auch gern in das Röhrscheidtbad Gesundbrunnen ein, welches noch parallel geöffnet hat.

Derzeit beträgt die Wassertemperatur noch kalte 11 Grad, aber sobald die Sonne sich am Himmel durchsetzt, sollten sich die Becken relativ schnell aufheizen. „Die installierten Solarabsorber sorgen dafür, dass bei Sonnenschein die Wassertemperatur am Tag um zwei bis drei Grad ansteigt.“

Auf die ersten Badegäste werden die Mitarbeiter des Spreebades in Bautzen sicher noch warten müssen. Allerdings hat sich der Wasserballerverein für Mai angekündigt. „Ich denke aber nicht, dass sie schon ins kalte Nass springen werden. Sie werden hier wohl eher Fuß- oder Volleyball spielen“, ist sich Uwe Rammer sicher und freut sich trotz noch schlechtem Wetter auf die Badesaison 2016.

Cornelia Fulk / 29.04.2016

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