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St. Carolus: 90 Jahre und weiterhin fit

St. Carolus: 90 Jahre und weiterhin fit

Lernen, was im Körper eines Menschen vorgeht, das kann man beim Carolustag am 9. September. Dann feiert das traditionsreiche Krankenhaus seinen 90. Geburtstag. Foto: Archiv/Malteser

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Vor 90 Jahren ging das St. Carolus-Krankenhaus im Westen von Görlitz aus dem Katz’schen Rittergut hervor. Heute ist es ein Haus der Regelversorgung und verfügt über 120 Betten. Foto: Malteser Krankenhaus St. Carolus/Pawel Sosnowski

Das St. Carolus-Krankenhaus hat nicht nur ein stolzes Alter erreicht, sondern zeigt sich mit verschiedenen medizinischen Neuerungen auch auf der Höhe der Zeit. Am Samstag, 9. September, können sich Besucher beim Carolustag davon überzeugen.

Görlitz. Mit 90 hat man in seinem Leben schon so manches Hoch und Tief erlebt, hat Klippen umschifft, sich aber auch zu Höchstleistungen empor geschwungen. Jetzt kann man ruhiger treten, die wohl verdienten Pausen länger ausdehnen und schauen, wie das Geschehen ringsherum weiter pulsiert. Was im Leben eines Menschen wohl so sein mag, trifft nicht für das Malteser Krankenhaus St. Carolus in Görlitz zu. Auch hier wird zwar 2017 der 90. Geburtstag gefeiert, doch gleichzeitig geht es in der Zukunft keineswegs ruhiger zu. Zum Carolustag am Samstag, 9. September, steht von 11.00 bis 16.00 Uhr deshalb nicht allein die Geschichte des traditionsreichen Hauses im Mittelpunkt, sondern auch die Gegenwart und das, was Patienten von der Einrichtung in den nächsten Jahren erwarten dürfen.

Hervorgegangen aus dem Katz’schen Rittergut entstand seit 1927 im Westen von Görlitz ein konfessionell geprägtes Krankenhaus, das man unter den Schutz des heiligen Karl Borromäus stellte, der einst den Pestkranken materiellen und seelsorgerischen Beistand leistete. Begonnen wurde mit einer Bettenzahl von 280. Die Patienten konnten sich in den Abteilungen Innere Medizin, Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Hals-, Nasen-, Ohrenerkrankungen behandeln lassen.

Heute gehört das St. Carolus-Krankenhaus zur Malteser Sachsen-Brandenburg gGmbH und verfügt als Haus der Regelversorgung über 120 Betten. Medizinische Hilfe wird in den Abteilungen Innere Medizin/Palliativmedizin, Chirurgie, Urologie und Anästhesie/Intensivmedizin geleistet. Dazu wurden in den vergangenen Jahren viele moderne Apparaturen angeschafft – unter anderem digitales Röntgen und Spiral-CT. Jährlich werden fast 6.000 Patienten stationär sowie 9.000 Patienten durch ambulante Diagnostik und Therapie behandelt.
Längst hat man sich in verschiedenen Richtungen spezialisiert. So gibt es am St. Carolus ein zertifiziertes Kontinenz- und Beckenbodenzentrum und ein akkreditiertes Schlaflabor. Zudem ist das Krankenhaus eine anerkannte Behandlungseinrichtung für Diabetes Typ 2 und verfügt über eine Palliativstation und ein Lungenzentrum mit Thoraxchirurgie.

Am Carolustag – gleichzeitig Tag der offenen Tür – können die Besucher das ganze Spektrum der medizinischen Leistungsfähigkeit in Augenschein nehmen. So halten Ärzte Vorträge zu bestimmten Themen. Auf einem Gesundheitsparcours präsentieren sich die Fachabteilungen und Zentren dem Publikum. Darüber hinaus gibt es eine Ausstellung historischer Lehrmaterialien. Und schließlich erzählen Ordensschwestern aus der Geschichte des Hauses.

Frank-Uwe Michel / 08.09.2017

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