13.02.2012
BERNSTADT A.D.EIGEN
Umbau des Wehrs ist jetzt abgeschlossen

In Bernstadt a.d.Eigen mit den Ortschaften sind in den vergangenen Jahren schon einige Wehre umgebaut worden. | Steffen Linke

Der Umbau des Oberen Kunnersdorfer Wehrs, bekannt auch als Ansorgewehr in Bernstadt auf dem Eigen, ist vor wenigen Tagen abgeschlossen worden.

Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen hatte im Juni 2011 mit den Arbeiten begonnen. Jedoch mussten diese durch kleinere Hochwasser in diesem Bereich dreimal unterbrochen werden. Auf der Baustelle entstanden mehrere Schäden, die nach Rückgang des Wassers sofort behoben wurden, so Pressesprecherin Katrin Schöne.
ANZEIGE



Das Wehr mit einer Absturzhöhe von 2,80 Metern wurde abgerissen, um den Hochwasserschutz für Kunnersdorf und die Durchgängigkeit des Flusses für Fische und andere Wasserlebewesen zu verbessern. An seine Stelle wurde eine rund 100 Meter lange Rampe gesetzt. Um die Durchgängigkeit auch bei geringen Wasserständen zu ermöglichen, wurde die Rampe mit einer Niedrigwasserrinne ausgestattet. Die Ufer wurden so gestaltet, dass Amphibien und andere Lebewesen darin Schutz finden. Durch Störsteine und Ruhezonen konnten wechselnde Fließgeschwindigkeiten geschaffen werden, die den natürlichen Bedingungen in einem Fluss nahe kommen.

Bis zu einem Hochwasser, wie es statistisch alle 100 Jahre vorkommt, kann die Pließnitz nun in diesem Bereich schadlos abfließen. Außerdem wird damit die Überflutung der oberhalb liegenden Flächen verringert.

 Der Rückbau des Wehres gehört zum Durchgängigkeitsprogramm des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft und kostete etwa 515.000 Euro. Ziel ist es, die sächsischen Flüsse weiter zu renaturieren und so die Europäische Wasserrahmenrichtlinie in Sachsen umzusetzen. Diese fordert die Herstellung eines "guten Zustandes" der europäischen Gewässer bis 2015. Die Durchgängigkeit für Fische und Kleinstlebewesen sei ein zentraler Bestandteil der Wasserrahmenrichtlinie, so Katrin Schöne.

Das Ansorgewehr ist eins von fünf Wehren in der Pließnitz, die in den letzten Jahren zurückgebaut wurden. So wurden in den Jahren 2006 und 2007 das Wehr an der Roten Mühle in Altbernsdorf und das Kirchwehr in Bernstadt auf dem Eigen umgebaut. Im Jahr 2009 konnte der Umbau des Konsumwehres und des Wehres Mittelmühle in Kunnersdorf abgeschlossen werden.


WAS MEINEN SIE? SCHREIBEN SIE IHRE MEINUNG



Sicherheitscode:

Bitte geben Sie oben
stehenden Code hier ein*:


*Pflichtfelder

Mit dem Absenden Ihres Kommentars willigen Sie ein, dass der angegebene Name, Ihre Email-Adresse und die IP-Adresse, die Ihrem Internetanschluss aktuell zugewiesen ist, von uns im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar gespeichert werden. Die Email-Adresse und die IP-Adresse werden natürlich nicht veröffentlicht oder weiter gegeben. Weitere Informationen zum Datenschutz bei alles-lausitz.de finden Sie hier. Bitte lesen Sie unsere Netiquette.




Meistgeklickt


Zittaus OB geht in den Ruhestand
Oberbürgermeister Arnd Voigt verabschiedet sich am Freitag, 31. Juli, um 14.00 Uhr,  im Bürgersaal des Zittauer Rathauses nach 14 Jahre währender... mehr

Die schönste Erntekrone
Von wegen in Löbau werden abends die Bordsteine hochgeklappt. Das war vielleicht einmal vor ein paar Jahren der Fall. Mittlerweile geht in der Stadt... mehr

Bald freie Fahrt auf der A4
Auf der A4 werden jetzt die Baustellenabsperrungen abgebaut. Während die erneuerten Fahrspuren schon seit dem Wochenende normal aber noch mit... mehr

Die Kinderkurklinik Glossen schließt für immer
Die Kinderkurklinik Glossen (Stadt Löbau) wird geschlossen. Der  Görlitzer Kreistag billigte auf seiner jüngsten Sitzung einen entsprechenden... mehr

Fünf Meistertitel in acht Jahren!
Was für eine erfolgreiche Bilanz! Die Golden Hornets Olbersdorf (GHO) holten vor wenigen Tagen ihren mittlerweile 5 Meistertitel in der Sächsischen... mehr

Länger arbeiten im Gastgewerbe?
mit 5 Kommentaren

In der "Umfrage der Woche" wollen wir wissen, wie Sie über aktuelle Themen denken. In unserer letzten Umfrage ging es darum... mehr

Bei Wespennestern den Fachmann holen
mit 4 Kommentaren

"Wir haben ein Wespennest im Schuhschrank auf dem Balkon." Mit diesem Hilfeschrei wandte sich ein Mieter in der Buchbergstraße in Olbersdorf an die... mehr

Feuerwehr hilft Schwan zum Teich
mit 2 Kommentaren

Die Schwanenfamilie vom Pulsnitzer Schlossteich ist einer der Hingucker für Spaziergänger. Doch die neun Wasservögel werden langsam für die Feuerwehr... mehr

Verlorene Sicherheit ist nicht nur subjektiv
mit 1 Kommentar

Die Menschen im Landkreis Görlitz fühlen sich wesentlich unsicherer als noch vor sieben Jahren. Dies ist das Ergebnis einer von der Polizeihochschule... mehr

Forschung: Bienen als "Umweltspäher"
mit 1 Kommentar

Summ, summ, summ –  Bienchen, summ herum. Die Freie Universität  Berlin (FU) forscht unter Leitung von Prof. Randolf Menzel zum Thema "Bienen als... mehr


Anzeige
Frage der Woche
In der neuen Umfrage wollen wir von Ihnen wissen, was Sie davon halten, dass das Gastgewerbe eine längere Arbeitszeit fordert? An bis zu drei Tagen pro Woche sollte es nach Vorstellung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes für Köche und Servicepersonal möglich sein bis zu zwölf Stunden zu arbeiten. Die erlaubte Wochenarbeitszeit von 40 Stunden soll dabei eingehalten werden. Aktuell erlaubt das Arbeitszeitgesetz maximal zehn Stunden pro Tag. Die Arbeitszeiten im Gastgewerbe kollidieren mitunter mit dem Arbeitszeitgesetz. Hintergrund der Kritik ist das seit Jahresbeginn gültige Mindestlohngesetz. Es hat dazu geführt, dass die Behörden die vorgeschriebenen Aufzeichnung der Arbeitszeiten kontrollieren, bei Verstoß drohen empfindliche Bußgelder. Wie ist Ihre Meinung dazu? 





Webcam Bautzen
Bautzen - Kornmarkt

Vor dem Jahr 1999 stand an dieser Stelle ein Hochhaus mit 13 Etagen. Nach dessen Rückbau wurde die Fläche mehrere Jahre als Parkplatz genutzt. Seit wenigen Wochen nun befindet sich hier ein imposanter Gebäudekomplex mit rund 5.500 Quadratmeter Nutzfläche für Büros, Geschäfte und Wohnungen.