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Talsperre Quitzdorf jetzt Sperrbezirk

Talsperre Quitzdorf jetzt Sperrbezirk

Seit 8. Februar ist auch die Talsperre Quitzdorf wegen der Wildvogelgeflügelpest ein Sperrbezirk. Mindestens 21 Tage lang wird er aufrechterhalten – oder bis auf Widerruf. Foto: fum

Die in der vorigen Wochen an einem Angelteich nahe der Talsperre Quitzdorf gefundenen acht toten Schwäne waren mit dem Geflügelpesterreger H5N8 infiziert. Daraus ergibt sich für die Region eine Verschärfung bei der Vorsorge.

Kollm/Diehsa. Der Verdacht auf die hochpathogene Wildvogelgeflügelpest H5N8 bei Schwänen an einem Angelteich in der Nähe der Talsperre Quitzdorf hat sich bestätigt. Am 8. Februar ist deshalb nach einer Anordnung des Landratsamtes Görlitz der Sperrbezirk ,,Talsperre Quitzdorf “ von drei Kilometern und das Beobachtungsgebiet ,,Talsperre Quitzdorf Umland“ im Umfang von zehn Kilometern in Kraft getreten. Der betroffene Angelteich ist gesperrt, er befindet sich in der Schutzzone.

Der Sperrbezirk „Talsperre Quitzdorf“ ist von der Behörde vorerst für die Dauer von 21 Tagen bzw. bis auf Widerruf festgelegt worden. Er befindet sich entlang der Bahnlinie Niesky in Richtung Westen bis zur Gemeindegrenze Quitzdorf. Im Süden bis zur S 109, Steinölsa abbiegend K 8456, südlich an der Gemeindegrenze Kollm bis zur K 8456, bis zur Hochspannungsleitung und von dort entlang Richtung Jänkendorf bis zur S 122 über die Schäferei bis zur Kreuzung S 122/B 115, dann entlang der B 115 bis Kreuzung mit der Bahnlinie.

Das für die Dauer von 30 Tagen bzw. bis auf Widerruf als Beobachtungsgebiet „Talsperre Quitzdorf Umland“ festgelegte Territorium reicht von der Bahnlinie Mückenhain bis Teicha, von der Teichaer Dorfstraße in Richtung Alte Ziegelei, die Görlitzer Straße überquerend, entlang der Bergstraße auf die Bäckerstraße, auf der Bautzener Straße (S131) bis nach Altliebe, weiter folgend durch das Waldstück bis zum Piskonjegraben, über die S 153 bis zur Gemeindegrenze, durch Wald und Feld „Dürrbacher Heide“, zwischen Starikteich und Großer Lichtenteich, dem Waldweg folgend bis zur S121, über dass Feld bis zur Kolonie „Freia“, der Schulstraße folgend bis zum Waldweg nach Zimpel. Weiter geht es die K 8472 überquerend bis zur Landkreisgrenze durch Waldgebiet, entlang bis Buchholz, der K 8453 folgend bis Melaune. Weiter geht es an der Verbindungsstraße über Heideberg nach Arnsdorf, an der Verbindungsstraße Königshain (K 8402) bis zum Waldabzweig nach Thiemendorf, den Verbindungsweg Thiemendorf nach Wiesa, entlang der K 8456 bis zur B 115 bei Kodersdorf, von dort die B 115 Kodersdorf in Richtung Särichen folgend, schließlich in Richtung Mückenhain bis zur Bahnlinie.

Nach Angaben aus dem Landratsamt Görlitz ist die klassische Geflügelpest eine sich schnell ausbreitende, verlustreiche Erkrankung, die durch ein Virus hervorgerufen wird. Sie ist eine Seuche im Sinne des Tiergesundheitsgesetzes. Das Virus ist in der Wildvogelpopulation weit verbreitet. Experten vermuten, dass es sich möglicherweise um eine H5N8-Epidemie bei Wildvögeln in Eurasien handelt. Im Vergleich zu dem 2014/15 in Europa beobachteten Virus sei derzeit ein vermehrtes Wasservogelsterben in Zusammenhang mit den aktuellen Nachweisen des Virus festzustellen, so die Behörde.

Redaktion / 15.02.2017

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