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WalkoMedia: Hoffen auf neues Lokal-TV!

WalkoMedia: Hoffen auf neues Lokal-TV!

So kannte man die WalkoMedia-Crew in den vergangenen Monaten: Interviewen, live berichten. Das von der Firma produzierte Programm wurde auf eRtv ausgestrahlt. Der beiderseitige Vertrag ist Ende August jedoch ausgelaufen. Firmenchef Jens Walkowiak arbeitet

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Jens Walkowiak fühlt sich vom „Fernsehfieber“ gepackt und möchte auch nach dem Aus der Zusammenarbeit mit eRtv baldmöglichst wieder Lokalfernsehen in Görlitz etablieren. Foto: WalkoMedia

Das Ende des Programms bei euro-Regional tv (eRtv) muss nicht das Ende des Lokalfernsehens in Görlitz sein. WalkoMedia-Chef Jens Walkowiak ist jedenfalls optimistisch, dass es bewegte Bilder aus der Neißestadt via TV und Internet schon bald wieder geben kann. Wenn – ja, wenn es zu Kooperationen mit neuen Partnern kommt.

Görlitz. Die Schwierigkeiten hatten sich schon längere Zeit angekündigt, das Ende mit dem Auslaufen des Vertrages zwischen eRtv-Rechteinhaber VideoPro und dem Produktionsteam von WalkoMedia am 31. August kam dann doch ein wenig überraschend. „Inhaber Christian Wiesner rief mich am späten Nachmittag an und informierte mich, dass um Mitternacht Schluss sei mit dem Programm“, sagt Jens Walkowiak über den entscheidenden Moment. Dass man sich nicht zu einer Verlängerung der Zusammenarbeit verständigen konnte, dafür gibt es nach Meinung des WalkoMedia-Chefs mehrere Gründe. „Es war einfach schwierig, in unserer Region einen Sender zu etablieren, bei dem Inhalt und Qualität stimmen. Wir mussten erkennen, dass sich viele Sachen nicht refinanzieren lassen. Inhaltlich lief es zwar nicht schlecht, in meinen Augen ging es aber nicht mehr voran.“
Die Firma WalkoMedia, die fast ausschließlich das eRtv-Programm produzierte, hatte außer den Arbeiten für das Lokalfernsehen nach Angaben ihres Inhabers „genügend Aufträge, mit denen wir den Sendebetrieb zum Teil auch querfinanziert haben.“ Zwar habe man die Schwierigkeiten bei eRtv mittelfristig absehen können, vor dem Vertragsende einen Schlussstrich zu ziehen und sich ausschließlich auf die WalkoMedia-spezifischen Arbeiten wie Live-Übertragungen verschiedenster Veranstaltungen und Produktionen für regionale wie überregionale Auftraggeber zu konzentrieren, sei aufgrund des vorhandenen Vertragsnetzwerkes rund um das Produktionsgeschehen nicht möglich gewesen.

Dass Lokalfernsehen in Görlitz und Umgebung aber durchaus eine Zukunft haben kann, beweisen die Zahlen, die Jens Walkowiak präsentiert: „Wir hatten bei einer 300.000er Reichweite immerhin 17 Prozent Zuschauer, die uns täglich und 58 Prozent, die uns zumindest einmal in 14 Tagen eingeschaltet haben. Ich denke, das sind sehr beachtliche Werte.“

Ihm selbst und seiner dreiköpfigen Crew habe es jedenfalls großen Spaß gemacht, deshalb sei er dabei, ein neues TV-Angebot zu planen – fernab von eRtv und seinen bisherigen Formaten. „Es ist zwar nicht ganz leicht, aber trotzdem: Ich bin auf der Suche nach Partnern, die Finanzkraft mitbringen und über Know How verfügen. Das können regionale und überregionale Kooperationen sein.“ Wobei die regionalen Möglichkeiten schnell an Grenzen stoßen. Im Süden und Westen Ostsachsens gibt es „Punkt eins – Oberlausitz TV“, das von Zittau über Löbau bis Bautzen sendet und mit dem „wir in jüngerer Zeit kaum Berührungspunkte hatten“, erklärt Walkowiak. Im Norden des Landkreises verbreitet „Radio WSW – Hörfunk und TV“ von Weißwasser aus sein Programm. Von dort hatte eRtv schon Beiträge über die Eishockey-Füchse übernommen. „Man könnte noch viel mehr reißen, wenn nicht alle so stur wären und auf ihrer lokalen Scholle verharren, stattdessen vielmehr sagen würden: Wir arbeiten ordentlich zusammen“, hofft der WalkoMedia-Chef. Wobei er gleichzeitig einschränkt, dass der Werbekuchen dadurch nicht größer werde und eine Kooperation zum Nutzen aller nicht einfach sei. Trotzdem: „Wir sind auf jeden Fall daran interessiert!“ Das Hauptaugenmerk seiner Partnersuche richtet der Görlitzer aber offenbar auf den überregionalen Bereich, war in dieser Mission auch schon außerhalb der sächsischen Landesgrenzen unterwegs. Für seine eigene Firma sieht Walkowiak in Zukunft keine Probleme und stellt angesichts manchen Geredes in der Neißestadt und in den sozialen Netzwerken noch einmal klar: „WalkoMedia ist nicht pleite, im November und Dezember haben wir eine gute Auftragslage.“ Noch einige Tage eher fällt eine Entscheidung über die künftige Live-Übertragung der Görlitzer Stadtratssitzungen. Die nächste steht am 28. September an. Zuvor muss der Verwaltungsausschuss grünes Licht für den wahrscheinlich übers Internet verbreiteten Live-Stream geben (Entscheidung lag bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht vor).

In Sachen Fernsehen setzt sich Jens Walkowiak ein hohes, wenn auch fast unrealistisches Ziel: Dezember 2017. „Ich weiß, dass das eine Wunschvorstellung ist. Aber mich hat das Fernsehfieber gepackt. Und ich gehe die Aufnahme des Sendebetriebs mit allem Nachdruck an. Bis Ende Oktober wird sich entscheiden, ob es mit WalkoMedia ein neues Lokalfernsehen gibt oder nicht.“ Dann jedoch unter neuem Namen und regional breiter aufgestellt – nicht als Konkurrenz zu Oberlausitz TV und Radio WSW, „sondern ergänzend“, wie der Görlitzer Medienprofi betont. Inhaltlich wolle man sich noch mehr den Live-Übertragungen widmen, es gebe aber auch Gedanken, weit häufiger Sportliches einfließen zu lassen. „Da sind wir noch in der Ideenfindung – was lässt sich technisch realisieren, wofür bekommt man Partner, wie kann es bezahlt werden, wo kann man sich mit Anderen austauschen.“ Die nächsten Wochen werden über die Zukunft des Lokalfernsehens in Görlitz entscheiden.

Ihm selbst und seiner dreiköpfigen Crew habe es jedenfalls großen Spaß gemacht, deshalb sei er dabei, ein neues TV-Angebot zu planen – fernab von eRtv und seinen bisherigen Formaten. „Es ist zwar nicht ganz leicht, aber trotzdem: Ich bin auf der Suche nach Partnern, die Finanzkraft mitbringen und über Know How verfügen. Das können regionale und überregionale Kooperationen sein.“ Wobei die regionalen Möglichkeiten schnell an Grenzen stoßen. Im Süden und Westen Ostsachsens gibt es „Punkt eins – Oberlausitz TV“, das von Zittau über Löbau bis Bautzen sendet und mit dem „wir in jüngerer Zeit kaum Berührungspunkte hatten“, erklärt Walkowiak. Im Norden des Landkreises verbreitet „Radio WSW – Hörfunk und TV“ von Weißwasser aus sein Programm. Von dort hatte eRtv schon Beiträge über die Eishockey-Füchse übernommen. „Man könnte noch viel mehr reißen, wenn nicht alle so stur wären und auf ihrer lokalen Scholle verharren, stattdessen vielmehr sagen würden: Wir arbeiten ordentlich zusammen“, hofft der WalkoMedia-Chef. Wobei er gleichzeitig einschränkt, dass der Werbekuchen dadurch nicht größer werde und eine Kooperation zum Nutzen aller nicht einfach sei. Trotzdem: „Wir sind auf jeden Fall daran interessiert!“ Das Hauptaugenmerk seiner Partnersuche richtet der Görlitzer aber offenbar auf den überregionalen Bereich, war in dieser Mission auch schon außerhalb der sächsischen Landesgrenzen unterwegs. Für seine eigene Firma sieht Walkowiak in Zukunft keine Probleme und stellt angesichts manchen Geredes in der Neißestadt und in den sozialen Netzwerken noch einmal klar: „WalkoMedia ist nicht pleite, im November und Dezember haben wir eine gute Auftragslage.“ Noch einige Tage eher fällt eine Entscheidung über die künftige Live-Übertragung der Görlitzer Stadtratssitzungen. Die nächste steht am 28. September an. Zuvor muss der Verwaltungsausschuss grünes Licht für den wahrscheinlich übers Internet verbreiteten Live-Stream geben (Entscheidung lag bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht vor).

In Sachen Fernsehen setzt sich Jens Walkowiak ein hohes, wenn auch fast unrealistisches Ziel: Dezember 2017. „Ich weiß, dass das eine Wunschvorstellung ist. Aber mich hat das Fernsehfieber gepackt. Und ich gehe die Aufnahme des Sendebetriebs mit allem Nachdruck an. Bis Ende Oktober wird sich entscheiden, ob es mit WalkoMedia ein neues Lokalfernsehen gibt oder nicht.“ Dann jedoch unter neuem Namen und regional breiter aufgestellt – nicht als Konkurrenz zu Oberlausitz TV und Radio WSW, „sondern ergänzend“, wie der Görlitzer Medienprofi betont. Inhaltlich wolle man sich noch mehr den Live-Übertragungen widmen, es gebe aber auch Gedanken, weit häufiger Sportliches einfließen zu lassen. „Da sind wir noch in der Ideenfindung – was lässt sich technisch realisieren, wofür bekommt man Partner, wie kann es bezahlt werden, wo kann man sich mit Anderen austauschen.“ Die nächsten Wochen werden über die Zukunft des Lokalfernsehens in Görlitz entscheiden.

Frank-Uwe Michel / 18.09.2017

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