Ex-Kita Hasenberg soll verkauft werden

Das Flurstück sowie die darauf befindliche Gebäudesubstanz werden zur Erfüllung kommunaler Pflichtaufgaben nicht mehr benötigt.
Kamenz. Die Stadt Kamenz will die ehemalige Kita Hasenberg im Stadtteil Wiesa verkaufen. Eine entsprechende Beschlussvorlage stand am vergangenen Mittwoch (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe) auf der Tagesordnung des Stadtrates. Laut Vorlage hat die Stadt Kamenz im Jahr 2024 den Betrieb der damaligen Kindereinrichtung „Am Hasenberg“ aufgrund der baulichen Situation in Abstimmung mit der Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Bautzen eingestellt.
In der Diskussion in den Fachausschüssen sowie im Stadtrat sei deutlich geworden, dass das entsprechende Flurstück sowie die darauf befindliche Gebäudesubstanz zur Erfüllung kommunaler Pflichtaufgaben nicht mehr benötigt wird. Einigkeit habe darin bestanden, zunächst Verhandlungen mit dem benachbarten Bergwerksunternehmen aufzunehmen. Nach deren Abschluss habe der Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss mit großer Mehrheit empfohlen, das Grundstück an dieses zu veräußern. Da es sich um eine „Arrondierungsfläche“ handle, könne die Direktveräußerung ohne vorherige Ausschreibung erfolgen.
Die plötzliche Schließung der Kindertagesstätte „Am Hasenberg“ am 5. März 2024 war aufgrund einer festgestellten vermehrten Rissbildung erfolgt – „zur Sicherheit der Kinder und des Personals“ – wie es damals in einer Mitteilung der Stadtverwaltung hieß.
Das Kita-Gebäude sei ursprünglich für Wohnzwecke errichtet worden, weshalb die räumlichen Verhältnisse „schwierig“ seien. Bereits damals schlug die Stadtverwaltung vor, die Kita „Hasenberg“ zum 31. Juli 2024 endgültig zu schließen. Dies hatte zu Protesten der Elternschaft geführt, welche die familiäre Atmosphäre der kleinen Kita schätzte. „Trotz des Wegfalls der Kita am Hasenberg bietet Kamenz nach wie vor eine sehr gute Mischung von kleineren, dörflich geprägten und großen Einrichtungen im Stadtkern an. Durch die aktuell geringeren Geburtenzahlen sind die vorhandenen Kapazitäten ausreichend um die Bedarfe abzudecken“, entgegnete dem die Stadtverwaltung in einer späteren Drucksache. Um die Einrichtung entsprechend der geltenden Betriebserlaubnis für 48 Kinder zu ertüchtigen, wäre eine Investition in Höhe von mindestens 2,5 Millionen Euro erforderlich. â(UM)