Denkmalstag in der Wäscherolle in Bautzen

Mangel, Märchen & Museum – die Wäscherolle in der Wichmann-Siedlung öffnet zum Denkmalstag. Foto: privat
Bautzen. Die historische Wäscherolle in der Bautzener Schillstraße öffnet am Sonntag, 13. September, von 10.00 bis 17.00 Uhr ihre Türen zum Tag des offenen Denkmals und bietet ein buntes Programm für Groß und Klein. Zu jeder vollen Stunde führen geübte Nutzerinnen die zimmergroße Kaltmangel aus dem Jahr 1936 vor, die für wunderbar glatte Wäsche sorgt. 11.00 Uhr gibt Stadtführerin Franziska Henke, selbst Kind der Wichmann-Siedlung, spannende Einblicke in die Geschichte der 1936 gegründeten Siedlung, während zeitgleich das Puppenspiel „Kasper und die verwunschene Prinzessin“ der Bautzener Puppenbühne Spinnrad für die jüngsten Gäste startet. 13.00 und 15.00 Uhr liest die Autorin aus ihrem Kinderbuch „Fiona und Theo – Detektivgeschichten im historischen Bautzen“, zudem können Besucher auf einem Kinder-Flohmarkt stöbern und sich Kinder-Tattoos schminken lassen. Für das leibliche Wohl ist mit Bratwurst, Kuchen und Getränken gesorgt, und bei einer Tombola mit der Devise „Jedes Los gewinnt!“ warten attraktive Preise. Interessierte können zudem historische Dokumente zur Wäschemangel und zur Wichmann-Siedlung einsehen sowie neue Sammler-Postkarten und Fantassen erwerben, die in limitierter Auflage extra für den Denkmalstag angefertigt wurden. Alle Einnahmen kommen dem Erhalt der Wäscherolle zugute, die eine der wenigen noch erhaltenen Rollen in Bautzen und Umgebung ist und seit 1971 in einem eigens gebauten Häuschen der Siedlergemeinschaft steht.
Die Wäscherolle ist damit ebenso alt wie die Siedlung selbst, die 1936 durch den Architekten Heinrich Wichmann, einem Schüler von Peter Behrens, als Vorzeigeprojekt serieller Bauweise gegründet wurde.