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Die Bautzener Reden
sind ein Erfolgsformat

Die Bautzener Reden
sind ein Erfolgsformat

Die Initiatoren Rüdiger Hose, Heiner Schleppers, Christian Tiede, Katja Gerhardi, Lothar Lange und Peter-Paul Straube. Foto: CS

Die Initiatoren der Veranstaltungsreihe blicken auf 30 Auftritte zurück und präsentieren einen prall gefüllten Terminkalender für 2026.

Bautzen. Gehofft hatten die Initiatoren der Bautzener Reden es ja, dass aber diese Idee derartige Wellen schlagen würde, damit hatten sie nicht unbedingt gerechnet. Anfang Februar stand nun bereits die 30. Ausgabe des Gesprächsformats an. Der Generationenforscher und Psychologe Dr. Rüdiger Maas aus Augsburg wollte über die politische Lebenswirklichkeit junger Menschen sprechen.
Wie sich bereits bei der ersten Rede im neuen Jahr von Cathryn Clüver Ashbrook zeigte, scheuen die Bautzener und Auswärtige nicht die Kälte im Petridom. Das Gesprächsformat hat eine große Anziehungskraft entwickelt, Besucher kommen nicht nur aus Bautzen und dem Umland, sondern auch aus Dresden, Cottbus und anderen Städten. Kein Wunder, denn es werden gesellschaftlich relevante Themen besprochen. Dabei kann es durchaus auch zu Kontroversen kommen. Doch der heilige Ort des Domes, so Pfarrer Christian Tiede, trage zur Mäßigung bei. So habe es beim Besuch des Bundespräsidenten a.D. Joachim Gauck im Jahr 2024 zwar vor dem Dom verbale Anfeindungen gegeben, doch blieb die Veranstaltung, die übrigens mit über 550 Besuchern die bisher größte Resonanz erreichte, im geordneten Rahmen. In der Regel bringen die Bautzener Reden zwischen 150 und 300 Besucher auf die Beine. Bautzener Reden kann auch im doppelten Sinne verstanden werden, denn die Bautzener hören nicht nur den Reden zu, sondern können auch selbst Fragen stellen. Für den guten Ruf, den sich die Bautzener Reden seit 2022 erarbeitet haben, spricht auch die Tatsache, dass die Initiatoren mit ihren Anfragen bei potenziellen Rednern stets offene Türen einrennen. Es gab auch schon Fälle, wo Referenten andere Vortragende geworben haben. Oft sind die Referenten das erste Mal in der Gegend im östlichen Sachsen und sind erstaunt über die Schönheit der Stadt, die neben der Gedenkstätte – die meist mit den Vortragenden besucht wird – noch vieles andere Schöne zu bieten hat. Viele versprachen auch, privat wiederzukommen. Somit seien die Bautzener Reden auch eine gute Werbung für Bautzen und die Region.

Der Terminkalender für 2026 ist bereits gut gefüllt und bietet wiederum spannende Gesprächsthemen in einer guten Mischung. Im März werden Vertreter aus der Wirtschaft erwartet, nämlich Stefan und Alexander Jakschik von der Firma ULT AG Löbau. Im April kommt die ehemalige Sportlerin und Politikwissenschaftlerin Ines Geipel. Im Mai wird der Wirtschaftsforscher Marcel Fratzscher erwartet. Im Juni geht es mit Carlo Massala um die Frage, was passiert, wenn Russland gewinnt. Nach der Sommerpause stehen die Politikwissenschaftlerin Julia Rauschenbach und Handwerkspräsident Jörg Dttrich auf dem Plan. Und auch an der Rednerliste für 2027 wird bereits gearbeitet.
Organisiert werden die Bautzener Reden von der überparteilichen Initiative „Bautzen gemeinsam“. Der Freundeskreis vereint engagierte Bürger aus Wirtschaft, Kultur, Bildung und Kirche in und um Bautzen. Ziel ist es, gesellschaftspolitische Orientierung zu bieten, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen und Impulse für ein demokratisches, respektvolles Miteinander zu setzen. Für dieses Engagement wurde „Bautzen gemeinsam“ 2023 mit dem bundesweiten Engagement-Preis „machen!“ in der Kategorie „Lebensqualität & Miteinander“ ausgezeichnet. Die Bautzener Reden sind hauptsächlich durch Spenden finanziert. Einige Redner sind auch ohne Honorar aufgetreten. 

Carmen Schumann / 09.02.2026

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