Direkt zum Inhalt springen
Info & Kommentare

EU beschäftigt sich mit dem Wolf

EU beschäftigt sich mit dem Wolf

Dr. Peter Jahr (links) hatte den Wolf in Brüssel auf die Agenda gebracht, rechts Landrat Bernd Lange. Foto: Landratsamt

Brüssel. Als Mitglied des Ausschusses der Regionen der Europäischen Union hat Landrat Bernd Lange an einer öffentlichen Anhörung des Landwirtschaftsausschusses des Europäischen Parlaments in Brüssel zur Entwicklung der Wolfspopulation teilgenommen. Schwerpunkte der Anhörung neben der Entwicklung waren die rechtlichen Rahmenbedingungen und internationalen Verpflichtungen sowie Auswirkungen der Wolfspopulation auf die Umwelt und die ländlichen Gemeinden. Diese Anhörung wurde vom sächsischen Mitglied des Europäischen Parlaments, Dr. Peter Jahr (CDU/EVP), initiiert. Lange hält es für wichtig, „dass sich das Europäische Parlament mit der Thematik der wachsenden Wolfspopulation in Zentraleuropa sowie den ökologischen und ökonomischen Auswirkungen und Konflikten befasst, um gegebenenfalls Änderungen im bisherigen europäischen Wolfsmanagement vorzunehmen“, teilte das Landratsamt mit.

Redaktion / 16.12.2019

Was sagen Sie zu dem Thema?

Schreiben Sie uns Ihre Meinung

Die Mail-Adresse wird nur für Rückfragen verwendet und spätestens nach 14 Tagen gelöscht.

Mit dem Absenden Ihres Kommentars willigen Sie ein, dass der angegebene Name, Ihre Email-Adresse und die IP-Adresse, die Ihrem Internetanschluss aktuell zugewiesen ist, von uns im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar gespeichert werden. Die Email-Adresse und die IP-Adresse werden natürlich nicht veröffentlicht oder weiter gegeben. Weitere Informationen zum Datenschutz bei alles-lausitz.de finden Sie hier. Bitte lesen Sie unsere Netiquette.

Kommentare zum Artikel "EU beschäftigt sich mit dem Wolf"

Die in Kommentaren geäußerten Meinungen stimmen nicht unbedingt mit der Haltung der Redaktion überein.

  1. Harald schrieb am

    Ob die Wölfe in der Natur den Menschen meiden, ist eine Auslegungssache. Sie sehen uns eher als wir sie sehen können. Sie wittern den Menschen, schon kilometerweit. Und daran liegt aus meiner Sicht die Gefahr. Sie gewöhnen sich dran. Alles was unter ihrem Stockmaß liegt ist als Beute interessant. Wehe aber es handelt sich um jemand der arglos sich nieder legt, (Picknick, Männertag usw.) sich verletzt hat, oder aber in Schema der Beute passt...

    In anderen Ländern, Russland, bspw kennt der Wolf den Menschen und seine Flinte, wird dezimiert und lernt daraus.Hier wird er noch eher mit Schafen angelockt und fett gefüttert. Die scheu geht verloren.

    Die Sache ist ganz einfach, warum legen sich Wolfsbefürworter nicht einfach mal Nachts ins Zelt bspw in der Niederlausitzer Pampa, alleine hin?

  2. Erhard Jakob schrieb am

    Harald, ich bin der Meinung, dass Sachsen und auch Deutschland über 100 Jahre ohne Wölfe gut ausgekommen sind. Doch der Zwischenfall bzw. Unfall im Bischofswerdaer Zoo passt aus meiner Sicht nicht richtig hier her. Das war ein Zoo-Tier. Gesund Wölfe in freier Wildbahn meiden sicher Menschen. Das ist sicher richtig! Doch Wölfe können auch krank werden und so die natürliche Scheu vorm Menschen verlieren. So gesehen ist ein Angriff auf Menschen nicht auszuschließen. Die sagenhaft vielen Risse an Nutztieren sprechen eine deutliche Sprache.

    Ich finde es gut und richtig, dass MdEP Dr. Peter Jahr und die Kreisräte Michael Haring und Bernd Lange hier ihre Meinung laut und deutlich sagen!

  3. Harald schrieb am

    Ich bin immer noch erschüttert über den Vorfall im Bischofswerdaer Tierpark vor vielleicht 20 Jahren. Damals hat ein Wolf, trotz regelmäßiger Fütterung,auf traurige Art und Weise gezeigt wozu diese Spezies in der Lage ist.

    Dies geschah noch vor der Invasion der Wölfe in der Lausitz. Die Tiere wurden wohl darauf hin aus dem Tierpark verbannt. Nun aber rennen sie vor Kindergärten und Siedlungen herum. Das ist mir ein Rätsel und eine Frage der Zeit, bis wird mal wer dran sein...

    Durch die Nähe des Menschen verlieren sie ihre Scheu und kommen immer öfter wieder.

  4. Erhard Jakob schrieb am

    Harald, ich war schon vor fünf Jahren deiner Meinung!

    Jetzt werden schon die ersten Gesetze verabschiedet, dass besonders schlimme Wölfe entnommen werden können …. und das ist gut so!

  5. Harald schrieb am

    Es ist Interessant festzustellen wie sich die Meinung der hier dargelegten Kommentare, in den letzten 5 Jahren geändert haben.

    Damals erntete ich einen ganz schönen Kackesturm, weil ich mich kritisch gegen die Ansiedlung von Wölfen hier geäußert habe. Vor allem von einem gewissen "Bernd"! Diese ist heute scheinbar verstummt...

  6. Mensch mit Verstand schrieb am

    Diese Diskussion ist leider nicht ernstzunehmen.

    Der Wolf ist eines der majestätischen Tiere, die unsere Welt zu bieten hat.

    Und er hat auch in Sachsen mehr daseinsberechtigung als so mancher „Mensch“.

    Das allerschlimmste an dem gesamten Thema ist die absurde Angst vor diesen sanften Geschöpfen. Und meist rührt sie nur von den verqueren wirtschaftlichen Ängsten. Aber das wird sich wohl leider nie ändern.

    Der Mensch im allgemeinen ist einfach egoistisch und kurzsichtig und hat seine Verbindung zur Natur schon lange verloren. Bitte erinnert euch zu eurem eigenen und unser aller Wohle, dass auch der Mensch nicht mehr ist als ein TIER.

  7. Erhard Jakob schrieb am

    Evi El,

    das *Entweder oder Totschlags-Argument* werden sicher viele ablehnen. Es gibt viele, die der Ansicht sind, dass der Wolf bei uns genügend Raum hat. Und gleichzeitig wollen sie sich gesund und preiswert ernähren. Viele sind der Meinung, das geht nicht. Und viele sind der Meinung, das geht doch.

    Wir sollten sachlich über dieses Thema diskutieren. Ich vertrete die Meinung, dass der Wolf nicht in das dichtbesiedelte Sachsen bzw.
    Deutschland gehört. Andere sehen das wieder anders.

    Beide Seiten sollten Respekt vor der Meinung des anderen haben.

  8. Evi El schrieb am

    Entweder will man naturnahe extensiv bewirtschaftete artenreiche Weideflächen und Fleisch aus Weidetierhaltung, oder man will Verbuschung, Verwaldung auf diesen Flächen und isst Fleisch aus Massentierhaltung, das durch Futter aus Monokoulturen gewonnen wird. Wer den Wolf will, macht den Weidetierhaltern das Leben schwer bis unmöglich und soll gefälligst auch weiter sein Fleisch aus Massentierhaltung essen!

  9. Erhard Jakob schrieb am

    Der Wolf gehört nicht in das dichtbesiedelte Sachsen/Deutschland! Das haben die Politiker bereits vor 100 Jahren erkannt
    und dementsprechende Gesetze erlassen!

    Diese Gesetze waren auch noch in der DDR gültig und … das war gut so!

  10. Mol schrieb am

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich bin nicht gegen Wölfe im Allgemeinen, jedoch gehört die Anzahl eingedämmt und genau unterschieden, ob es reine Wölfe oder Hybriden sind, diese gehören alle entnommen. Rehe und Wildschweine werden auch geschossen, da sie, wenn es zu viele werden, Schäden anrichten. Genauso sehe ich es bei den Wölfen. Die mittlerweile, und das wird sich aufgrund Hungers ständig steigend, die Angst vor den Menschen verlieren, was dramatische Folgen haben wird.

  11. Yuta schrieb am

    Als erstes muss der nach Brüssel gemeldete Bestand nach oben hin korrigiert werden. Der günstige Erhaltungszustand von 250 Tieren ist schon längst erreicht.

    Der Wolf muss endlich ins Jagdrecht und reguläre Jagdzeiten bekommen.

    Wir brauchen endlich klare Regeln zum Schutz der Weidetiere. Es sollte sich mittlerweile herum gesprochen haben, dass Weidetierhalter lebende und unverletzte Tiere haben wollen.

    Unsere Weidetiere sind kein Wolfsfutter und unser Wildtierbestand in unserer kultivierten Nutzlandschaft ist zu gering, um Wölfe zu ernähren.

  12. Diskus schrieb am

    Nur gemach, der Irrsinn hat spätestens dann ein Ende wenn die Wölfe in Bayern angekommen sind… oder erst, wenn das erste Kind als Opfer zu beklagen ist!?

    Ob die Wolfsbürospielwiesentanten / Onkels mit den eigenen kleinen Kindern noch Pilze suchen gehen??

  13. Erhard Jakob schrieb am

    Es werden Schafe hinter Zäune, bzw. in Gatter, gesperrt! Genau umgekehrt muss ein Schuh draus werden! Wölfe müssen hinter Zäune bzw. in Gatter gesperrt werden!

  14. Annegret Sproesser schrieb am

    Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.

    Als Erstes müssen die nach Brüssel gemeldeten Wolfsbestände korrigiert werden.

    Die EU muss dringend den Schutzstatus der Wölfe herabstufen, wenn die Akzeptanz der Wölfe nicht vollends in den Keller rutschen soll, oder zumindest den Ministerpräsidenten der wolfsgeplagten Bundesländer Gehör schenken und für die erleichterte Ausnahmebedingungen schaffen.

    Der deutsche Wolfsbestand betrug bereits im Jahr 2018 ca. 275 bestätigte Wölfe, wobei die Dunkelziffer von 1,3 noch nicht berücksichtig wurde. Das liegt um 25 Tiere über der von Boitani postulierten Mindestzahl, für den günstigen Erhaltungszustand. Die dieses Maß überschreitenden 25 Tiere müssen umgehend abgeschossen werden.

    Zu diesen 105 Rudeln etc. sind im Mai 2019 pro Rudel und Paar 6 Welpen hinzugekommen von denen voraussichtlich 4 überleben.das macht ein Plus von 520 überlebenden Welpen aus 2019. Diese sind an die Stelle getreten von zweijährigen Wölfen aus diesen 105 Rudeln, die jetzt als abwandernde (ca. 420) Jungwölfe in Deutschland unterwegs sind und Schaden verursachen.

    Es ist dringend an der Zeit, dass die EU sich bewegt, wenn schon unsere umweltverwaltung derart unverantwortlich handelt.

  15. A. Scholz schrieb am

    So lange Wolfsvorkommen, Medungen und Risse in Deutschland verschwiegen werden, ist das sogenannte Wolfsmanagement mit unzähligen Angestellten eine Farce.

    Und Bundesumweltministerin Svenja Schulze meldet ganze 133 Wölfe als Wolfsbestand nach Brüssel??? So viele hat Brandenburg alleine!

    Dazu kommt, dass die EU-Forderung an Deutschland, den Schutz vor Wölfen zu 100% zu fördern, von Schulze und untergeordneten Minister der Bundesländer einfach nicht umgesetzt wird.

  16. Landmaus NF schrieb am

    Es wäre schon mal wichtig, mit den aktuellen Zahlen zu arbeiten und nicht der EU Zahlen aus dem Jahr 2016/17 zu übermitteln. Der Bestand liegt derzeit bei ca. 1300 Tieren. Wenn das Zähljahr zu Ende ist, werden wir bei ca. 1800 liegen. Jedes Jahr erhöht sich der Bestand um 38 %. Wann haben wir also den für die deutsche Kulturlandschaft erträglichen Bestand erreicht. Wollen wir uns wirklich so aufrüsten, dass kein Wild mehr Nahrung findet, da sie die Zäunung nicht mehr überwinden können um an die Äsungsflächen zu kommen?

    Soll ein Spaziergang durch die Wiesen/Almen nicht mehr möglich sein, weil die HSH die Herde schützen? Schleswig-Holstein hat in diesem JAhr für drei Präventionsgebiete 1,6 Millionen Euro ausgegeben. Ist der Steuerzahler bereit, die steigenden Kosten mit seinen Steuergeldern zu finanzieren, wenn gleichzeitig die Mittel im sozialen Bereich fehlen? Keiner will den Wolf ausrotten, jedoch muss das Mass gewährt werden. Andere Länder haben eine Obergrenze festgesetzt, mit denen man zurecht kommen könnte. Der Wolf war und ist nicht vom Aussterben bedroht. Leider sind es jetzt jedoch andere heimische Tierarten, die Aussterben. So funktioniert ein Zusammenleben jedenfalls nicht und wird dafür sorgen, das die Akzeptanz schwinden wird.

  17. Chris schrieb am

    Das wird dringend Zeit die Population richtig zu managen. Wölfe sind längst nicht mehr vom Aussterben bedroht. Sie stehen bereits seit 15 Jahren nicht mehr auf der Roten Liste. Allmählich wird es Zeit, dass die EU die gesetzlichen Schutzvorschriften soweit verändert, dass man ein vernünftiges Bestandsmanagement machen kann. Leider meldet Deutschland immer noch gefakte zahlen nach Brüssel und täuscht so über die gesamte Wolfspopulation die Öffentlichkeit.

Weitere aktuelle Artikel