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Kirche wird zum Festspielort

Kirche wird zum Festspielort

Manuel Munzlinger hat sich bereits mit den Verhältnissen in der Cunewalder Kirche bekannt gemacht. Foto: Carmen Schumann

Cunewalde. Bereits zum 12. Mal wird die Kirche von Cunewalde zum Schauplatz einer besonderen Festivalveranstaltung. Am 6. September, 18.30 Uhr, findet hier die Aufführung von „Passion. Über die Menschlichkeit“ statt. Die Aufführungen im Rahmen des Lausitz-Festivals ziehen Besucher aus ganz Deutschland an. Die Statistik besagt, dass im vergangenen Jahr die Hälfte des Publikums aus der Region kam, die andere Hälfte dagegen aus Gegenden weit darüber hinaus. Das freut Bürgermeister Thomas Martolock. So werde Publikum in eine sonst eher unbekannte Region geholt. Für die Gemeinde bringt dies einen großen Nutzen, denn die Besucher sehen, dass es sich hier gut leben, arbeiten und erholen lässt. Nicht zuletzt ist die Veranstaltung auch eine Werbung für die Kirche, die dringend noch auf ihre Innensanierung wartet. Die Inszenierung, die am 6. September über die Bühne geht, entstand nach dem Roman „Passion“ der belgischen Schriftstellerin Amélie Nothomb. Die Autorin vesetzt sich in einem inneren Monolog in die Person Jesu während seiner letzten Nacht vor der Kreuzigung in Golgatha. Der Text hat den bekannten Schauspieler Götz Schubert so nachhaltig beschäftigt und berührt, dass er ihn für die Bühne eingerichtet hat. Der Oboist und Komponist Manuel Munzlinger übernimmt den musikalischen Part der Darbietung, welche die beiden als MusikHörSpiel bezeichnen. Sprache, Schauspiel und Musik verschmelzen dabei zu einem bewegenden Erlebnis.

Götz Schubert, der den Fernsehzuschauern vor allem als Görlitzer Kommissar Burkhard „Butsch“ Schulz aus der Krimireihe „Wolfsland“ bekannt ist, wird im Altarraum agieren. Manuel Munzlinger musiziert auf der Oboe und dem Keyboard auf der Orgelempore. Götz Schubert interpretiert einen Rückblick Jesu auf sein Leben. Er hadert mit seinem Vater und dürstet nach Vergebung, Hinwendung, Liebe. Dieser Text passt wunderbar in eine Kirche. Manuel Munzlinger lobt besonders die Akustik dieses Gotteshauses, das als größte Dorfkiche Deutschlands gilt Je größer ein Kirchenraum, desto besser sei die Akustik. Obwohl die Kirche maximal 2600 Besucher fasst, ist die obere Empore wegen Schäden am Deckenputz gesperrt. Für die Veranstaltung stehen 700 Karten zur Verfügung, von denen ein Großteil schon verkauft ist. An der Abendkasse bestehen aber noch gute Chancen. Der Förderverein der Dorfkirche Cunewalde e.V, dessen Vorsitzender der ehemalige Landrat Michael Harig ist, wird ein Grußwort zur Veranstaltung sprechen und um Spenden für die Innenraumsanierung bitten.
 

Carmen Schumann / 24.08.2026

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