Mondauto kommt zum Parkeisenbahnjubiläum

Der Kosmokrator hat die Wende überstanden. Foto: privat
Görlitz/Finowfurt. Wie in der Titelgeschichte des Niederschlesischen Kuriers vom 23. Mai berichtet, zieht der Görlitzer Adler seit nunmehr 50 Jahren seine Runden bei der Parkeisenbahn. Zum Jubiläum gibt es am kommenden Wochenende nun Unterstützung von historischen Feldbahnzügen. Zwischen Hüpfburgen, Draisinen und Musikbühne gibt es am 6. und 7. Juni das komplette Unterhaltungsprogramm bei der Parkeisenbahn. Und mittlerweile steht nun auch ein ganz ungewöhnlicher Gast fest. Es ist der „Kosmokrator“. Das von Ingenieur Hans-Rüdiger Eulitz in den 70er-Jahren entwickelte sechsrädrige Mondauto entstand aus Fahrzeugteilen verschiedener DDR-Betriebe und wurde durch die damalige Weltraumbegeisterung inspiriert. Immerhin landete ja sogar der Sandmann auf dem Mond. In Görlitz fuhr sogar Kosmonaut Siegmund Jähn mit dem Görlitzer Unikat, das nun aus privater Sammlung aus Finowfurt bei Eberswalde zurück nach Görlitz kommt. Der Wagen entstand also in einer Zeit, in der Improvisation oft mehr zählte als Ersatzteile im Katalog. Zusammengesetzt wurde er aus Komponenten von Wartburg, Trabant, Multicar und weiteren DDR-Fahrzeugen, ergänzt durch Bauteile aus Görlitzer Betrieben, darunter auch dem Waggonbau. Ziel war kein technisches Schaustück im engeren Sinn, sondern ein kindgerecht inszeniertes Fahrzeug das Kinder zur Parkeisenbahn brachte. Mit dem Kosmokrator kommt die große Erinnerung...