Neues Gerätehaus für die FFW Salzenforst

Baubürgermeister Heiko Nowak, Ortsvorsteher Daniel Mirtschink, Oberbürgermeister Karsten Vogt, Beigeordnete Dr. Romy Reinisch, Marko Schiemann MdL und Ortswehrleiter Sylvio Riedel (v.l.n.r.) setzten den ersten Spatenstich. Foto: Carmen Schumann

Ortswehrleiter Sylvio Riedel freut sich auf die großen Verbesserungen für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Salzenforst.
Lange mussten die Kameraden darauf warten, jetzt wird es Wirklichkeit. Die Stadt Bautzen nimmt dafür eine Menge Geld in die Hand.
Salzenforst. Schon seit vielen Jahren, ja seit Jahrzehnten fordern die Feuerwehrkameraden des Bautzener Stadtteils Salzenforst ein neues Gerätehaus. Das jetzige Gebäude stammt aus den 80er Jahren, die Unterbringung der Fahrzeuge und die Einsatzbedingungen für die Kameraden entsprechen nicht mehr den Anforderungen. Und doch wurden die Salzenforster Florianjünger immer wieder vertröstet, wie auch Oberbürgermeister Karsten Vogt weiß: „Immer wenn irgendwo im Haushaltssäckel der Stadt Bautzen das Geld eng wurde, musste das Feuerwehrgerätehaus in Salzenforst dran glauben.“ Und weiter: „Wir werden fast drei Millionen Euro an dieser Stelle investieren, und das ist gut investiertes Geld.“ Bei der Bedarfslage, so der OB, sei man sich immer einig gewesen, dass die „völlig unstrittig“ war.
Umso größer ist die Freude, dass der Bau jetzt endlich beginnen kann. Das neue Gerätehaus wird laut Stadtverwaltung künftig moderne und funktionale Bedingungen für den Feuerwehrdienst bieten. Neben einer Fahrzeughalle mit drei Stellplätzen (bei derzeit zwei Fahrzeugen) sind auch Sozial- und Schulungsräume vorgesehen, die den Anforderungen eines zeitgemäßen Feuerwehrstandortes gerecht werden. Ortswehrleiter Sylvio Riedel erklärt, was das Vorhaben für die Feuerwehr und den Ort Salzenforst bedeutet: „Feuerwehr bedeutet nicht nur, zum Brand oder zum Verkehrsunfall auszurücken und den Menschen zu helfen. Hinter Feuerwehr steckt noch viel mehr: Einsatzvorbereitung, Ausbildung, Jugendarbeit, die Einbindung in die Dorfgemeinschaft … Mit dem neuen Feuerwehrhaus schaffen wir für all das die besten Bedingungen.“ Im alten Gerätehaus haben die Kameraden gerade mal einen halben Meter Platz zum Umziehen zwischen Fahrzeug und Spind – „das ist einfach nicht mehr zeitgemäß.“
Dabei war der Neubau des Feuerwehrgerätehauses Salzenforst an dem gewählten Standort zeitweise umstritten. Es befindet sich unmittelbar an einer Stopp-Kreuzung, an der es schon zahlreiche Unfälle gab. Zusätzliche Sicherungsmaßnahmen hält die Stadt Bautzen jedoch nicht für erforderlich. Vielmehr setzt sie auf die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer. Oberbürgermeister Karsten Vogt skizziert den weiteren Ablauf: „Der Rohbau soll noch vor dem Winter fertiggestellt sein, sodass im Januar 2027 der Innenausbau beginnen kann. Für den August 2027 ist die Installation der Haustechnik geplant, sodass wir das Gebäude im Frühherbst 2027 den Kameraden übergeben können.“ Einzelne Bereiche können künftig auch für Veranstaltungen genutzt werden, eine Vermietung an Private soll allerdings nicht mehr erfolgen. Ortsvorsteher Daniel Mirtschink äußerte den Wunsch, dass das alte Gerätehaus den Salzenforstern als Dorfgemeinschaftshaus erhalten bleiben möge. Eine Entscheidung zur Zukunft des Gebäudes ist vonseiten der Stadt Bautzen als Eigentümerin noch nicht gefallen. Als Reaktion auf eine Einbruchsserie im Vorjahr, bei der unter anderem den Salzenforster Kameraden Einsatztechnik für die Rettung aus Fahrzeugen gestohlen wurde, setzt die Stadt laut Bauamtsleiter Dirk Lieback erhöhte Sicherheitsanforderungen um.