Städte investieren in Baumaßnahmen

Der Bahnhof in Neusalza-Spremberg präsentiert sich derzeit als große Baustelle. Foto: privat

Zu den größten Investitionen in der Stadt Zittau zählt der Skatepark im Westpark für circa 700.000 Euro. Foto: Steffen Linke
Das Geld in den kommunalen Haushalten sitzt längst nicht mehr so locker wie zu früheren Zeiten. Trotzdem investieren einige Städte im Altkreis Löbau-Zittau in große Baumaßnahmen.
Zittau/Löbau. Knapp sechs Millionen Euro kostet der Um- und Ausbau des Bahnhofes in Neusalza-Spremberg. 90 Prozent davon fließen über die Strukturförderung Kohlegelder, der Eigenanteil der Stadt Neusalza-Spremberg beträgt zehn Prozent. Das gesamte Gebäude sei bereits komplett entkernt, so Bürgermeister Matthias Lehmann. Die Baumaßnahme soll bis Mitte 2027 abgeschlossen werden. Der Bahnhof soll wieder einer der zentralen Punkte im Stadtbild von Neusalza-Spremberg werden.
In Bernstadt a.d. Eigen steht die Fertigstellung der Sanierung der Mehrzweckhalle Dittersbach mit ganz oben auf der Agenda. Das beauftragte Bauvolumen dazu beträgt 4.312.531,39 Euro. Gelder fließen dafür aus dem „simul+Wettbewerb – Ideen für den ländlichen Raum“ in Höhe von 200.000 Euro sowie Zuwendungen aus dem Modellprojekt „Vitale Regionen der Förderrichtlinie FR-Regio“ in Höhe von 2.525.468,19 Euro. Die Fertigstellung ist laut Bürgermeister Markus Weise für Ende August 2026 vorgesehen, aktuell werden Elektro- und Sanitärinstallationen, Malerarbeiten, Fliesenbelagsarbeiten sowie Arbeiten am Sportboden ausgeführt. Danach folgt dann der Verbau des Prallschutzes an den Wänden. Laut Bürgermeister fördert diese Investition die Infrastruktur für Vereinsleben, Kultur und Gesellschaft.
Zu den größten Investitionen in der Stadt Zittau zählt der Skatepark im Westpark für circa 700.000 Euro. Gefördert wird diese Baumaßnahme mit 75 Prozent über das Programm EFRE-NiSE. Die Vorarbeiten dazu sind vor einiger Zeit abgeschlossen worden. Nach Fertigung der Elemente ist deren Einbau ab Juni geplant. Der Skatepark selbst soll im Juli, August 2026 fertiggestellt werden.
Die Stadt Ostritz saniert für ein Gesamtvolumen von 85.000 Euro das Vereinshaus, Markt 2. Davon werden 70,26 Prozent, sprich circa 60.000 Euro, durch Fördermittel auf Grundlage der Förderrichtlinie „Ländliche Entwicklung“ finanziert.
Der Verein Vereinshaus Ostritz e.V. stemmt finanziell den erforderlichen Eigenanteil von circa 25.000 Euro für die Umsetzung der Rekonstruktion. Das Vereinshaus bietet laut Bürgermeisterin Stephanie Rikl Potenzial für die multifunktionale Nutzung und kann einen wichtigen Baustein zur Marktbelebung beitragen. Dafür sei der Einzug der Bibliothek inklusive der Kinderbibliothek sowie ein Multifunktionsraum für Treffen von Vereinen und Initiativen sowie ein Büro- und Beratungsraum für das Ehrenamtsteam und die Projektkoordination des Vereinshauses Ostritz e.V. als CoworkingSpace, der flexibel von Selbstständigen, Projektteams und Kleinunternehmen genutzt werden kann, vorgesehen. Aktuell läuft die Submission zur Vergabe der Aufträge, im Juli sollen die Bauarbeiten beginnen. Das Projekt muss laut Bürgermeisterin bis Anfang November 2026 abgeschlossen sein.
Die größte Investition in der Stadt Löbau ist die Fertigstellung des Neubaus der Sporthalle an der Grundschule in Kittlitz für 2,5 Millionen Euro. Dafür fließen 1,7 Millionen Euro an Fördermitteln. Die Maßnahme liegt laut Alexander Graf, Amtsleiter in der Stadtverwaltung Löbau, voll im Zeit- und Kostenplan. Die Gebäudehülle der Sporthalle steht und ist soweit komplettiert. Der Innenausbau ist ebenfalls zum großen Teil erledigt. Derzeit erfolgt der Einbau des Sportbodens, danach werden die Prallschutzwände montiert. Arbeiten zur Elektrik und Wärmeversorgung laufen ebenfalls. Anfang Mai sind die Arbeiten an den Außenanlagen der Turnhalle gestartet. Dabei werden die Zuwegungen gebaut, Anschlüsse für Regenwasser hergestellt und die Flächen an das Umfeld angeglichen. Die Sporthalle soll bis September fertiggestellt werden.
Die Grundschule Kittlitz mit circa 220 Schülern ist ein wesentlicher Bestandteil der Bildungslandschaft innerhalb der Stadt Löbau. Mit dem direkt angrenzenden Neubau verbessern sich die Unterrichtsbedingungen deutlich. Durch kurze Wege kann die Schulzeit nach weiteren Informationen des Amtsleiters effektiv für den Unterricht genutzt werden. Bisher stand eine Vereinssporthalle circa 400 Meter entfernt für den Schulsport zur Verfügung. Mit dem Neubau kann alles innerhalb des Schulgeländes erfolgen, betont er.
Die Stadt Ebersbach-Neugersdorf baut die kommunale Straße Hofeweg im Ortsteil Ebersbach auf einer Länge von circa 630 Metern grundhaft aus einschließlich der Erneuerung der Straßenentwässerung bis zu dem bestehenden Regenwasserkanal. Die Kosten der Straßenbaumaßnahme belaufen sich auf circa 900.000 Euro. Die Maßnahme wird über Fördermittel des „Kommunalbudgets Straßenbau“unterstützt. Die Förderung beträgt dabei 66 Prozent der zuweisungsfähigen Kosten. Die zusätzlich erforderlich gewordenen Umverlegungen der Medien sind weitestgehend abgeschlossen bzw. die geplanten Neuverlegungen umgesetzt. Parallel dazu haben die eigentlichen Straßenbauarbeiten bereits begonnen. Der Abschluss des 1. Bauabschnittes ist derzeit bis August 2026 vorgesehen. Die Gesamtmaßnahme soll nach aktuellem Stand voraussichtlich bis Ende 2027 vollständig abgeschlossen werden.
Die Maßnahme besitzt laut weiteren Informationen von Matthias Lachmann, Amtsleiter des städtischen Bauamtes, eine hohe Bedeutung für die Stadtentwicklung und die langfristige Sicherung der Infrastruktur: „Neben der grundhaften Erneuerung der Verkehrsanlage werden gleichzeitig Versorgungsleitungen modernisiert und an aktuelle Anforderungen angepasst. Dadurch können sowohl die Verkehrssicherheit als auch die technische Infrastruktur und die allgemeine Standortqualität nachhaltig verbessert werden.“