Was passiert im Musikexperiment?

Robert Köhn stellt fest: „Von Natur aus passen Schlagzeug und klassische Klaviermusik nicht zusammen. Doch der Mensch ist mehr als seine Natur.“ Das Experiment kann beginnen. Foto: Frank Hoehler
Görlitz. Der Dresdner Schlagzeuger Robert Köhn lebt seit kurzem in Görlitz und entwickelt hier ein neues Veranstaltungsformat, bei dem sich in diesem Fall zwei Profimusiker das erste mal begegnen und sich musikalisch kennenlernen.
Das Publikum ist dabei eingeladen, sich in den Prozess durch Fragen, Wünsche, Zwischenrufe, Unterbrechung der Musiker an einer interessanten Stelle einzubringen. Denn es gibt keine vorbereitete Show, sondern ein soziales Experiment. Dies besteht in der Frage, ob der Mensch sich über seine Natur erheben kann, über die Natur von klassischer Klaviermusik auf der einen und Jazz/Rock/Pop-Schlagzeug auf der anderen Seite.
„Es geht also darum, Brücken zu schlagen und um die universelle Sprache der Musik, in der man sich leichter verstehen kann als mit Worten“, meint Robert Köhn. In Dresden hat er schon zwölf Jahre das Dresdner Drum-und-Bass-Festival geleitet, wo Drummer und Bassisten von zum Beispiel Michael Jackson, Santana, Robbie Williams usw. in Workshops zeigen, wie die Musik entsteht.
Robert Kohns Wunsch ist jetzt, das Gefälle zwischen Lehrer und Schüler oder zwischen Künstlern und Publikum zu überwinden.
Am 7. August, 18.00 Uhr, trifft Robert Köhn in seinem Musikraum auf dem Energiegelände in der Bautzener Straße 32 den als Wunderkind bekannten gewordenen Ausnahmepianisten Mark Ehrenfried, der sich auf das Experiment einlässt, ohne zu wissen, was genau passieren wird. Köhn gibt für den Eintritt eine „Spendenempfehlung“ in Höhe von 10 bis 20 Euro.
