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Web-Petition gegen das Kitesurf-Verbot

Web-Petition gegen das Kitesurf-Verbot

Kitesurfen (wie hier am Berzdorfer See) ist nach Ansicht der Landesdirektion gefährlich und muss verboten werden. Doch es regt sich Widerstand. Foto: Matthias Schulz

Das Kitesurf-Verbot auf dem Bärwalder See hat in den vergangenen Wochen buchstäblich hohe Wellen geschlagen. Eine Online-Petition wendet sich jetzt gegen das generell in Sachsen bestehende Kitesurf-Verbot, das nur durch Ausnahmegenehmigungen außer Kraft gesetzt werden kann.

Bärwalder See. Jahrelang war der Bärwalder See ein beliebtes Kitesurf-Revier. Bis das Gewässer für schiffbar erklärt wurde und damit in den Geltungsbereich der Sächsischen Schifffahrtsverordnung fiel. Diese besagt, dass das Kitesurfen – sofern keine Ausnahmegenehmigung vorliegt – auf sächsischen Gewässern generell verboten ist. Für dieses Jahr hatte die Landesdirektion Sachsen eine Ausnahmegenehmigung für den Bärwalder See erteilt, diese jedoch mit schwer zu erfüllenden Auflagen verbunden. Im Ergebnis verstrich die Saison ungenutzt.

Die sächsischen Kitesport-Enthuasiasten wollen sich mit dem gegenwärtigen Zustand jedoch nicht abfinden. Zwei von ihnen – Paul Radtke und Markus Bunse – haben daher auf der Kampagnenplattform weact.campact.de eine Onlinepetition unter der Bezeichnung „Kitesurfen in Sachsen“ initiiert. Darin erklären sie unter anderem:
„Die Legalisierung des Kitesurfens auf sächsischen Seen ermöglicht die Existenzgrundlage einer weltweiten Sportart, die bereits 2017 zur olympischen Disziplin werden soll. Das Kitesurfen ist eine relativ junge Sportart, die sich in kurzer Zeit vom Extremsport in den Breitensport weiter entwickelt hat.

Dennoch bilden die Kitesurfer eine Minderheit unter den Wassersportlern. Nur so lässt sich erklären, dass in der sächsischen Schifffahrtsverordnung, für die Sportart ein Verbot erlassen wurde.“ Dabei würde gerade der Kitesport durch seine „optischen Merkmale“ zur Attraktivität von Gewässern beitragen.

Durch das Verbot würden „die heimischen Kitesportler in die Illegalität gedrängt und zur Auseinandersetzung mit der Wasserschutzpolizei genötigt“, so die Initiatoren.

Uwe Menschner / 18.10.2016

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Kommentare zum Artikel "Web-Petition gegen das Kitesurf-Verbot"

Die in Kommentaren geäußerten Meinungen stimmen nicht unbedingt mit der Haltung der Redaktion überein.

  1. Uwe Frenzel schrieb am

    Als Anwohner des Bärwalder See´s (Klitten) finde ich die Maßnahme der Landesdirektion Sachsen einfach nur mittelalterlich!
    Wir sind seit rund 10 Jahren schon am See, baden und Boot fahren, aber bisher hat uns in keinster Weise irgendetwas oder jemand vom Kitesurfen dabei gestört, geschweige denn gefährdet!!
    Auch das Jetskifahren hat uns nicht belästigt, obwohl manschmal schon bis 6 Jetski auf dem See fuhren!!
    Ich bin absolut auf der Seite der Kitesurfer und entschieden gegen die Behinderungen des Kitesurfens durch die Landesdirektion Sachsen und den damit von der Gemeinde zu tragendem finziellen Aufwand.