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Zu Weihnachten erstmals zu dritt

Zu Weihnachten erstmals zu dritt

Georg Schröer, seine Freundin Anne und die kleine Ella freuen sich gemeinsam auf das erste Weihnachten zu dritt. Foto: privat

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Teammanager Georg Schröer (links) pflegt mit Mannschaftsleiter Paul Heldner (Bildmitte) und Trainer André Kohlschütter nicht nur sportlich, sondern auch privat ein gutes Verhältnis. Foto: Philipp Mann

Jeder verbringt die Advents- und Weihnachtszeit ganz individuell nach seinen eigenen Vorstellungen. Georg Schröer, Teammanager des Fußball-Landesligisten FSV Neusalza-Spremberg, sammelt als junger Familienvater an den „himmlischen Tagen“ erstmals ganz neue Erfahrungen zu dritt.

Neusalza-Spremberg. Bei dem 35-Jährigen stellen sich die ersten Weihnachtsgefühle erfahrungsgemäß erst zwei Wochen vor dem Weihnachtsfest ein: „Dann habe ich den Kopf frei vom Fußballstress und die Kicker können in die langersehnte Winterpause gehen.“ Seine Freundin Anne dekoriert die Wohnung sehr liebevoll und festlich aus. „Das ist sehr schön anzuschauen und versetzt einen in Weihnachtsstimmung“, sagt er. Zu den Dekos zählen unter anderem Weihnachtssterne, kleine Nussknacker und Räuchermänner. Fast jeden Abend duftet es dann nach Räucherkerzen in der Wohnung.

Meist zieht seine Freundin die weihnachtlich festliche Ausgestaltung zu Hause an einem Tag durch. „Als junge Eltern sind wir in diesem Jahr erstmals zu dritt. Auch wenn die Kleine natürlich noch nicht mithilft, ist dies für uns eine neue Erfahrung“, sagt er.
Der Weihnachtsbaum muss laut Georg Schröer einfach nur gut aussehen: „Da sind wir offen für alles, ob Fichte, Kiefer oder Tanne. Bisher waren wir immer zufrieden mit unserer Wahl, auch wenn wir immer nach dem perfekten Exemplar Ausschau halten.“
Die Weihnachtsgeschenke für seine lieben Mitmenschen besorgt Georg Schröer fast immer auf den letzten Drücker: „Da bin ich typisch Mann. Ich tue mich auch immer recht schwer, etwas zu finden.“ Und er ergänzt: „Wir übertreiben es auch in der Familie nicht mit den Weihnachtsgeschenken. Wir geben dafür in etwa zwischen 200 und 400 Euro aus.“

Für ihn bedeutet Weihnachten, Zeit mit den Menschen zu verbringen, „die mir sehr wichtig sind und bei denen ich mich wohlfühle – also bei meinem Kind, meiner Lebensgefährtin und meinen Familienangehörigen. Für mich ist es auch mal die Zeit, inne zu halten und mein Leben etwas zu entschleunigen –     eben die besinnliche Weihnachtszeit zu genießen.“
Wie Georg Schröer Weihnachten verbringt, richtet sich nach der kleinen Ella.

„In den vergangenen Jahren waren wir erst in Neusalza-Spremberg in der Kirche. Danach ging es zu Oma und Opa meiner Freundin und anschließend zu ihrer Mutter. Am späteren Abend haben wir dann meine Eltern im benachbarten Oppach besucht. Ich denke, dass es so oder ähnlich auch wieder abläuft“, erzählt er. Wann und wie zu Hause die Bescherung über die Bühne geht, lassen die drei auf sich zukommen: „Da sind wir ganz flexibel – meist aber nach der Kirche und noch vor dem Abendessen.“ Die kleine Ella würde den ganzen Trubel mit ihren fünf Monaten ja noch gar nicht verstehen. „Ich denke, dass sie erst in den nächsten Jahren alles wahrnehmen- und sich auch darauf freuen wird. Wir schauen aktuell einfach auf ihre Tagesform und was wir ihr zumuten können.“
Georg Schröer selbst kommt aus einer Familie, in der die materiellen Dinge nicht im Vordergrund stehen: „Für mich sind die Geschenke eher nur Nebensache. Ich freue mich vielmehr darüber, dass alle meine Verwandten gesund sind und ich meine Familie um mich habe. Das ist mit Konsumgütern nicht aufzuwiegen.“

Am Essen mangelt es über die Feiertage jedenfalls nicht. An Heiligabend gibt es bei den Großeltern seiner Freundin Wiener Würstchen in Brühe: „Bei meinen Eltern gibt es auch meistens weiße und rote Wiener mit Weißbrot. Am ersten Feiertag gehen wir meist in die Gaststätte.“ Seine Großeltern laden am zweiten Feiertag immer zum großen Familienessen mit einem Kreis von circa 40 bis 50 Personen ein. Dazu lässt seine Oma in der Regel Hase und Zunge mit Beilagen zubereiten.

Und inwieweit wirken sich diese Schlemmereien bei ihm auf die Hüften aus? „Ich bin kein Mensch, der sich auf eine Waage stellt. Ich genieße das Essen und lasse es mir auch schmecken. Unsere Tochter hält uns eh in der nächsten Zeit fit“, antwortet er.
Der Fußball spielt bei ihm in diesem Jahr über Weihnachten eine sehr untergeordnete Rolle. Denn die Neusalzaer Hallenturniere zwischen Weihnachten und Neujahr fallen wegen Baumaßnahmen an der Turnhalle in Neusalza-Spremberg aus. „Vielleicht fliegen aber ein paar Nachrichten zwischen dem Trainerstab und ein paar Spielern mit Weihnachtswünschen hin und her. Ansonsten bleibt das Handy auch in dieser Zeit eher außen vor“, betont er.

Georg Schröer möchte sich ganz herzlich bei seiner Freundin Anne, „die die Managerin in unserer kleinen Familie ist, bedanken. Sie hält mir den Rücken für mein Hobby Fußball frei, kümmert sich wirklich liebevoll um unseren Nachwuchs und zieht die Strippen im alltäglichen Familienleben. Ihr gilt zu Weihnachten meine ganze Aufmerksamkeit.“

Anmerkung: Wir setzen diese Beiträge, wie bekannte Personen im Altkreis Löbau-Zittau ihre Advents- und Weihnachtszeit verbringen, in der nächsten Ausgabe fort.

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Steffen Linke / 15.12.2019

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