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Bei „Let’s Dance“ den Atem der Jury gespürt

Bei „Let’s Dance“ den  Atem der Jury gespürt

Karina Matzke-Burghart und Thomas Matzke waren schon im vergangenen Jahr bei einer Folge von „Let’s Dance“ als Zuschauer im Studio in Köln – gemeinsam mit der Mutter von ihm, Karin Matzke (Bildmitte). Foto: privat

Fast jedes Mal, wenn die Kamera bei der Folge von RTLs „Let’s Dance“ am Freitag, 23. März 2018, die Jury mit Motsi Mabuse, Joachim Llambi und Jorge González einblendete, waren im Hintergrund Thomas Matzke von der Tanzschule Matzke in Görlitz und Karina Matzke-Burghart von der Tanzschule Burghart in Zittau und  im Fernsehen zu sehen. 

Zittau/Görlitz. Die beiden hatten schon im vergangenen Jahr diese Plätze bei einer „Let’s Dance“- Sendung und waren erstaunt über die vielen Reaktionen, „zumal wir im Studio gar nicht erkennen können, ob wir selbst im Bild sind oder nicht.“ Am schönsten seien die Einblicke in verschiedenste Wohnzimmer gewesen, „da viele unserer Tanzschüler Fotos ihres Fernsehers geschickt haben, auf denen wir zu sehen waren. Insgesamt haben wir jeder über 100 Nachrichten und Fotos bekommen, unter anderem auch von ehemaligen Schülern, die schon gar nicht mehr in der Region wohnen und einfach ihre ehemaligen Tanzlehrer wiedergesehen haben.“
Die Eintrittskarten für diese Staffeln gebe es leider nur noch im Losverfahren bei TV Tickets. „Dort haben wir uns angemeldet und gehofft. Wir hatten nun schon zweimal Glück“, so Thomas Matzke. Im vergangenen Jahr bekam er die Karten, in diesem Jahr sie. „Wir haben uns echt darüber gefreut, wieder dabei zu sein“, sagen sie. 
„Let’s Dance“, eine der wenigen Liveshows im deutschen Fernsehen, findet in den MMC-Studios in Köln statt. Im Studio 23 – direkt neben dem DSDS-Studio – ist die „Let’s Dance“-Kulisse aufgebaut. „Wir haben vorher eine Führung durch die Studios mitgemacht. Im ersten Moment wirkt alles total klein. Durch viele Tricks sieht das mittelgroße Studio wie eine Arena aus. 
Die Tanzfläche entspricht aber nur circa 30 Prozent unserer Tanzfläche in Görlitz oder auch in Zittau“, berichtet sie. Trotzdem sind circa 1.000 Gäste jede Woche bei „Let’s Dance“. Die Zuschauer sitzen auch in Bereichen, die die Kamera nicht einfängt. „Da die Karten gelost werden, ist das Publikum absolut bunt gemischt und kommt aus allen Teilen Deutschlands angereist“, erzählt sie. 
Für die beiden war der Platz hinter der Jury besonders interessant, „da wir viele Kommentare während der Tänze mitgehört haben. Die Jury spricht sich meistens mit den Punkten ab und Joachim Llambi hat immer die Gesamtpunktzahl im Blick, so dass auch die tänzerisch besten Paare die meisten Punkte bekommen.“ Bei der Veranstaltung geht es recht streng zu, da es sich um eine Livesendung handelt. Die Besucher müssen mindestens 16 Jahre alt sein und etwas Schickes anhaben, wie Thomas Matzke verrät. Dieser Abend ist nicht nur für die Tänzer und die ganze Produktion, sondern auch für die Zuschauer ein Marathon. Am Einlass gegen circa 18.00 Uhr müssen die Gäste quasi alles abgeben – keine Taschen, keine Handys. In diesem Jahr gab es neben der Durchleuchtung wie auf einem Airport sogar einen Sprengstoffhund, berichtet er. Vor der Show sorgt der „Warm-Upper“ für gute Stimmung, gibt Infos zum Ablauf und erklärt, wie die Gäste richtig klatschen.
Anders als im Fernsehen freuen sich die Besucher in der Liveshow auf die Werbepause, um in dieser Zeit mal aufstehen zu können und es mit etwas Glück zur Toilette zu schaffen. Die Werbepause ist genau sieben Minuten lang und der Weg zur Toilette circa 100 Meter weit. Wer es nicht bis zum Wiederbeginn schafft, darf erst in der nächsten Pause wieder hinein und jemand aus dem Produktionsteam nimmt solange jenen Platz ein. Das Erlebnis der Liveshow sei absolut zu empfehlen, sagen sie. Da viele Zuschauer von weither anreisen und einen langen Tag hatten, lässt ab circa 22.00 Uhr der Applaus etwas nach. Da aber der Beifall der ersten Stunde aufgezeichnet und eingespielt wird, spürt das der Fernsehzuschauer nicht. 
Karina Matzke-Burghart und Thomas Matzke sind auch mit den Experten der Jury bzw. anderen Gleichgesinnten ins Gespräch gekommen: „Das war schon echt lustig. Mit Joachim Llambi haben wir uns über Fußball unterhalten, da zeitgleich Deutschland gegen Spanien spielte und er uns über die Zwischenstände berichtete. Nach der Show hatten wir noch Zeit für Gespräche mit Tänzern und auch einigen Zuschauern.“
Als Tanzlehrer finden die beiden das Format von „Let’s Dance“ klasse: „ Es ist schön, zu sehen, was Tanzanfänger alles schaffen können. Trotzdem merkt jeder, dass dazu viel Fleiß und natürlich Zeit gehören. In unseren Kursen haben die Tanzschüler trotzdem weniger Stress und länger Zeit, das Gelernte zu üben. Man darf beim Tanzen nicht ungeduldig werden, vor allem die Frauen nicht, wenn es beim Mann auf Anhieb nicht gleich klappen sollte.“
Karina Matzke-Burghart und Thomas Matzke wohnen in Görlitz: „Wir haben uns während unserer Tanzlehrerausbildung in Lübeck und Hamburg kennen gelernt. Nach der Ausbildung sind wir in unsere Heimatstädte Zittau und Görlitz zurückgekommen und haben jeweils eine Tanzschule eröffnet.“ Seit 2001 ist das Paar glücklich verheiratet. Die beiden haben kaum einmal Zeit selbst miteinander zu tanzen, „da wir in unseren Tanzschulen jeden Tag Kurse geben. Bei Familienfeiern oder beim Tanzlehrkongress nutzen wir dazu aber die Gelegenheit.“ Cha Cha Cha und Foxtrott zählen zu ihren Lieblingstänzen. Karina Matzke-Burghart und Thomas Matzke selbst nehmen jede Folge von „Let’s Dance“ auf, „da wir zu dieser Zeit immer im Kurs stehen. Unsere Sendung haben wir uns schon angeschaut und über die Unterschiede zur Liveshow gesprochen. Das Tanzen sieht man definitiv im Fernsehen besser als im Studio.“ Die Einschaltquote zum Auftakt für RTLs „Let’s Dance“ lag bei circa 1,95 Millionen Zuschauern. 
Die beiden finden es schön, „dass das Tanzen durch eine Show wie ,Let’s Dance’ einen festen Platz im deutschen Fernsehen hat. Tanzen verbindet Generationen, ist ein tolles gemeinsames Hobby und hält Körper und Geist bis ins hohe Alter fit und gesund.“ 

Steffen Linke / 14.04.2018

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