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Die Fahrt zu den drei Tüchern

Die Fahrt zu den drei Tüchern

Dieses Bild auf dem Großen Zittauer Fastentuch ist bekannt als der Sündenfall. Adam und Eva stehen neben dem Baum mit den verbotenen Früchten. Am Baum windet sich die Schlange empor. Foto: Städtische Museen Zittau

Foto: Städtische Museen Zittau Foto: Städtische Museen Zittau

 

Zittau. Zum neunten Male in Folge wird am Sonntag, 5. März, die „Zittauer Drei-Tücher-Fahrt“ stattfinden. Beginn ist um 15.00 Uhr im Museum Kirche zum Heiligen Kreuz vor dem Großen Zittauer Fastentuch. Als zweite Station folgt 15.45 Uhr eine Meditation vor dem Kleinen Zittauer Fastentuch – diesmal aber nicht im Kulturhistorischen Museum Franziskanerkloster, sondern im Gemeindesaal der ev.-luth. Kirchgemeinde, Pfarrstraße 14. Die dritte Station bildet gegen 16.30 Uhr eine Andacht vor dem neuen Fastentuch in der katholischen Marienkirche.

Aus gutem Grund findet diese Veranstaltung immer am ersten Sonntag der Fastenzeit statt. Die Organisatoren – der Verein Zittauer Fastentücher, die Städtischen Museen, die ev.-luth. Kirchgemeinde und die Katholische Pfarrei – möchten damit an die ursprüngliche Funktion der Fastentücher erinnern. Sie dienten dazu, das Fasten des Leibes durch das der Augen zu ergänzen. Sie verhüllten die Altarräume und verwehrten so den Gläubigen den Augenschein der heiligen Messe. Die biblischen Bilder auf den Tüchern dienten der Besinnung und inneren Einkehr.

In diesem Jahr Lautet das Thema der Drei-Tücher-Fahrt „Der Versuchung widerstehen“. Die Mitwirkenden äußern dazu ihre persönlichen Ansichten. Die musikalische Umrahmung übernehmen von evangelisch-lutherischer Seite Felix Weickelt und von katholischer Seite die Instrumentalgruppe unter Leitung von Bernhard Grellmann. Die Musik dient dem Nachhall des gesprochenen Wortes.

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Und weil Fasten mit dem Weg aus der Finsternis ins Licht verbunden ist, wird vor dem Großen Fastentuch eine Kerze angezündet. Sie wandert mit den Teilnehmern zum Kleinen Zittauer Fastentuch und schließlich zur Kopie des Turiner Grabtuches. Dort wird das Licht bis Karfreitag, 14. April, leuchten.

Steffen Linke / 02.03.2017

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