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Im Keller: Budissen ziehen die Reißleine

Im Keller: Budissen ziehen die Reißleine

Alle Hoffnungen der Budissen ruhen auf diesem Mann: Ex-Dynamo-Dresden-Idol Torsten Gütschow (l.) soll den Lausitzer Kickern den Klassenerhalt sichern. Foto: Torsten Zettl

Die 1:4-Heimpleite gegen den Tabellendritten Berliner AK 07 am vergangenen Sonntag hat Konsequenzen. Blau-Gelb warf unmittelbar nach dem Abpfiff das Trainerkarussell an.

Bautzen. Die Ära Reimund Linkert ist Geschichte am Spreeufer. Ab sofort gibt Ex-Dynamo-Torgarant Torsten Gütschow als neuer Coach bei den Budissen den Ton an. Der 54-Jährige unterschrieb am Dienstag seinen Vertrag beim Regionalligisten. Dieser ist vorerst bis Ende Juni 2018 befristet. Die Vereinsführung hofft, nach der Trennung von Reimund Linkert, das Ruder noch einmal herumreißen zu können. Nach wochenlanger Talfahrt rasselte Blau-Gelb mit gerade einmal 13 Zählern in den Tabellenkeller. Nur Neustrelitz ist schlechter. Gütschows Ex-Verein, bei dem er bis Oktober 2014 unter Vertrag stand, hält im Abstand von minus acht Punkten die rote Laterne.

„Aufgrund der derzeitigen sportlichen Entwicklung, sah sich die Vereinsführung zu dieser Maßnahme gezwungen“, begründet Präsident Ingo Frings den scheinbar unvermeidbaren Schritt. Das Ganze sei im gegenseitigen Einvernehmen mit Reimund Linkert geschehen. Der wiederum bedankte sich bei allen Gremien und Beteiligten des Vereins ausdrücklich für die lang anhaltende Rückendeckung. Zudem wünschte er der Regionalligamannschaft den Klassenerhalt. Sein Nachfolger indes ist vielen in der Region wahrlich kein Unbekannter. Der Name des gebürtigen Görlitzers gilt fest verbunden mit Zweitligist Dynamo Dresden. Dort kickte er von 1991 bis 1993 und nach Zwischenstationen bei Galatasaray Istanbul, Hannover 96 sowie beim Chemnitzer FC wiederholt von 1996 bis 1999 als Profifußballer. Die Trainerlaufbahn begann Torsten Gütschow in der Bezirksklasse beziehungsweise Bezirksliga, bevor er beim Oberligisten FC Oberneuland die Regie am Spielfeldrand übernahm. Von 2006 bis 2013 betreute er die Oberligamannschaft des TuS Heeslingen in 198 Spielen und schaffte mit ihr die Qualifikation für die Regionalliga. 2014 machte Torsten Gütschow Zwischenstation in Mecklenburg-Vorpommern.

Vor allem seine Vita als Fußballer liest sich beeindruckend. Mit 104 Toren aus 240 Oberligaspielen für Dynamo Dresden und 21 Toren aus 64 Bundesligaspielen für das Team aus Elbflorenz bewies Torsten Gütschow, dass er stets wusste, wo der Kasten steht. Darüber hinaus darf er auf zwei DDR-Meistertitel und vier Pokalsiege mit Dresden verweisen. Komplettiert wird seine sportlerische Laufbahn durch die 47 Einsätze bei Europa-Cup-Spielen. Von diesem Erfahrungsschatz will Bautzen profitieren.

An diesem Sonntag darf der Neue sein Geschick gegen die Reserve von Hertha BSC bereits ein zweites Mal unter Beweis stellen. Anpfiff für die Auswärtspartie ist 13.30 Uhr. Am Mittwoch erzielten die Spreestädter beim SV Babelsberg 03 ein 2 : 2 Unentschieden.   

Redaktion / 14.03.2017

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