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Jubiläumsbräu nicht nur für Kfz-Veteranen

Jubiläumsbräu nicht nur für Kfz-Veteranen

Siegfried Hertrampf, Cheforganistor des Kfz-Veteranentreffens in Strahwalde (links), und sein Sohn Andreas gönnten sich schon mal im Vorfeld der dreitägigen Veranstaltung ein Jubiläumsbräu. | Foto: privat

Strahwalde. Na dann: Prost! Zum 25. Kfz-Veteranentreffen mit Phänomen und Robur-Jahrestreffen und 17. Treffen historischer Sonderfahrzeuge vom 10. bis 12. Juni auf dem Sportplatz in Strahwalde gibt es ein eigens dafür produziertes Jubiläumsbräu.

Der Gerstensaft sprudelt an den drei Festtagen gewöhnlich in Strömen. Zum Auftakt am Freitag, 10. Juni, ab 19.30 Uhr,  geht der traditionelle Bieranstich über die Bühne. In den vergangenen Jahren haben dafür unter anderem Landrat Bernd Lange und Siegfried Hertrampf, Cheforganisator der Veranstaltung, nur wenige Schläge mit dem Hammer benötigt, damit der Bierhahn richtig sitzt.  
Die Aussteller bekommen zum  25. Kfz-Veteranentreffen in Strahwalde zum Beispiel eine Kalender mit Fotos von den Veranstaltungen, eine Urkunde und einen Aufkleber fürs Fahrzeug. Andreas Hertrampf, der Sohn des Cheforganisators, hatte dazu die Gedankengänge, ein Festbier brauen zu lassen.

Sein Vater war daraufhin der Meinung, „dass wir dieses Jubiläumsbräu nicht ausschenken, sondern den Teilnehmern direkt überreichen.“ So sei die Idee entstanden, 0,33-Liter Flaschen herzustellen, weil die Aussteller, sprich Kraftfahrer,  nicht dazu verleitet werden sollen, Alkohol zu trinken und sich hinterher aus irgendeiner einer Laune heraus ans Steuer setzen. Diese kleinen Flaschen kann jeder mit nach Hause nehmen und in seinen vier Wänden trinken.

Bei dem von der BergquellBrauerei Löbau mbH produzierten Festbier handelt es  sich um ein herbfrisches Pilsner mit einem Alkoholgehalt von fünf Prozent. Die kleine Flasche ziert unter anderem auch ein Etikett  mit der Aufschrift „Jubiläumsbräu“ und ein Foto vom Strahwalder Festplatz mit dem markanten Kirchturm hinterlegt.  
Die Kfz-Veteranen bekommen  laut Siegfried Hertrampf für jedes Fahrzeug zwei Festbiere geschenkt. „Wir können es aber nur denen geben, die sich bis Freitag, 27. Mai,  bei uns angemeldet haben. Wer das verpasst hat, hat leider Pech“, sagt er.  

Ursprünglich benötigten die Organisatoren circa 25 Kästen Jubiläumsbräu für die Teilnehmer.  „Zu unserer Freude waren es am Ende weitaus mehr Kästen“, sagt er. Da die Bierbrauer mehr Etiketten brauchten, weil auch mal eine durch die Maschine rutschen kann, kam es zu dieser „Überproduktion“. „Damit stehen uns  zum Kfz-Veteranentreffen ausreichend  Flaschen zur Verfügung – auch für die Besucher“, freut er sich.

Alternativer Text Infobild

Die geschichtsträchtigen Fahrzeuge begeistern immer wieder das interessierte Publikum auf dem Sportlatz in Strahwalde. | Foto: Hertrampf

Der Überschuss – eine Flasche kostet einen Euro –  soll mit zur Finanzierung der dreitägigen Veranstaltung  beitragen,  ebenso wie die Plakate  eines Roburbusses LD 3004 mit dem luftgekühlten Deutz-Dieselmotor, der noch etwa ein Jahr nach der Wiedervereinigung bei Robur in einer Stückzahl von circa 350  produziert wurde, ehe die Firma in Liquidation ging. Das Jubiläumsbräu selbst sieht Siegfried Hertrampf durchaus auch als eine Art Souvenir für das 25. Kfz-Veteranentreffen an. Denn: „Es ist bis Ende Juni nächsten Jahres haltbar.“

Rückblende: Bei den ersten beiden Veranstaltungen trafen sich die Kfz-Veteranen noch auf dem Festplatz an der Schule in Berthelsdorf. Ursprünglicher Anlass war die 675-Jahrfeier von Berthelsdorf. Siegfried Hertrampf rief damals noch als Gemeinderat dieses Oldtimertreffen ins Leben – mit durchschlagendem Erfolg. Anfangs präsentierten etwa 60 Aussteller ihre historischen Fahrzeuge.  Die Zuschauer wurden damals noch nicht gezählt. Heutzutage können die schätzungsweise  12.000 bis 14.000 Besucher an den drei Tagen etwa 500 geschichtsträchtige Fahrzeuge besichtigen. „Damit ist der Festplatz auch ausgelastet“, betont er.

Gerade die Mischung der Fabrikate – vom Motorroller aus Dresden, Baujahr 1929, bis hin zu jenem schon genannten LD 3004 Roburbus, Baujahr 1990 – macht die Faszination dieses Treffen aus. „Das Hauptaugenmerk legen wir natürlich auf die früheren Produktionen vor der Haustür – also Phänomen und Robur“, sagt er.  Und es gilt auch nach wie vor: Je mehr Besucher an dem Wochenende zur dieser dreitägigen  Veranstaltung strömen und je günstiger die Temperaturen sind, umso mehr Bier wird konsumiert. Darüber hinaus  gibt es zu den Feierlichkeiten auch Sekt, Wein, Kaffee und alkoholfreie Getränke sowie viele kulinarische Köstlichkeiten.

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Steffen Linke / 07.06.2016

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