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Krippen aus aller Herren Länder

Krippen aus aller Herren Länder

Katrin Müller weiß ganz genau, von wo überall die Weihnachtskrippen den Weg zu ihr gefunden haben. Nur wenige weiße Flecken gibt es noch. Foto: fum

Nieder Seifersdorf. Katrin Müller hat es wieder geschafft. Jedes Jahr, rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest, dekoriert sie die zu ihrem Anwesen in der Arnsdorfer Straße 25 in Nieder Seifersdorf gehörende alte Schmiede zu einem Krippenhaus. Zu sehen sind dann jede Menge Krippenensembles aus aller Welt. Die am weitesten gereisten Kunstwerke stammen aus Chile und den Philippinen.

Obwohl es bei der Vielzahl der ausgestellten Krippen nicht leicht ist, den Überblick zu behalten – Katrin Müller hat ihn. Mit fester Stimme und ohne groß zu überlegen weiß sie fast über jede Krippe eine Geschichte zu erzählen. Und wenn es einmal nicht viel zu sagen gibt, ist ihr zumindest die Herkunft der kleinen und großen Kunstwerke bekannt. „Unsere vielen Freunde und Bekannten wissen inzwischen, mit was sie mir eine Freude machen können. Und ich halte zusammen mit meinem Mann ja selbst die Augen offen, wo vielleicht eine neue Krippe zu bekommen ist.“ Eine der letzten, die den Weg in Katrin Müllers Sammlung gefunden hat, stammt aus dem Baltikum. Aus Europa ist fast jedes Land mit einer Krippenkreation in der alten Schmiede vertreten.

Gleich am Eingang – dort wo früher der Hühnerstall war – begeistert eine Reihe asiatischer, afrikanischer und südamerikanischer Krippen. Jedes Jahr kommen etwa zehn Exemplare hinzu. Die Gesamtzahl kann die pensionierte Pfarrerin gar nicht mehr ganz genau sagen. „Viele, sehr viele“ trifft die Mengenangabe wohl am ehesten.
Das Ehepaar Müller kann sich gar nicht satt sehen an den vielgestaltigen Kreationen, so wie die bis zu 600 Gäste, die jedes Jahr nach Nieder Seifersdorf kommen. Auf einer Übersichtskarte stecken kleine Fähnchen überall dort, von wo kleine oder große Krippenkunstwerke den Weg hierher gefunden haben. Aus insgesamt 44 Ländern. Auch ein paar weiße Flecken gibt es noch: Nordamerika zum Beispiel, oder Australien. Ziele also, die das Ehepaar Müller mit seiner Sammelleidenschaft in den nächsten Jahren noch „abgrasen“ kann.

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Jede ihrer Krippen ist für Katrin Müller etwas Besonderes. „Sie erzählen die Weihnachtsgeschichte aus einem ganz eigenen Blickwinkel heraus, verbinden Handwerkskunst mit den Traditionen vor Ort und mit dem persönlichen Verständnis des Künstlers für die Weihnachtsgeschichte.“ Es sind Kostbarkeiten, die etwas mitzuteilen haben.

Wer sich selbst ein Bild von den vielen verschiedenen Krippendarstellungen machen will, kann dies ab sofort tun. Neugierige vereinbaren unter Tel. (035827) 7 82 64 am besten einen Termin oder nutzen die Öffnungszeiten im Advent. Dort ist jeweils am Samstag und Sonntag sowie vom 26. bis 30. Dezember und am 7./8. Januar 2017 von 14.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Am Sonntag, 1. Januar 2017, sind alle Interessenten um 15.30 Uhr zu einer Andacht am Hirtenfeuer eingeladen.

Frank-Uwe Michel / 01.12.2016

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