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Kufenjäger senden Hilferuf aus

Kufenjäger senden Hilferuf aus

Das gegnerische Tor fest im Blick: Der Tabellendritte der Landskron-Liga, die Hahneberger Huskies, macht sich derzeit fit für größere Turniere in Bayern und Graz. Foto: Verein

Bautzen. Wer bringt die Spreestadt mit Eishockey in Verbindung? Ehrlich: wohl nur die Allerwenigsten. Und die spielen gleich selbst aktiv im Team der Hahneberger Huskies. Männer und Frauen gleichermaßen gehen in der von Oktober bis März währenden Saison für das Hobbyliga-Team allwöchentlich aufs Eis. Sie stammen allesamt aus Bautzen und Umgebung. Trainiert wird in Weißwasser und im tschechischen Rumburk. Dass die Nutzung der dort vorzufindenden Sportstätten auch ihren Preis hat, weiß Jens Engelmann nur zu gut. „Allein für unsere Übungsstunden in Weißwasser werden wir wohl diesmal um die 10.000 Euro aufbringen müssen“, meint der 45-Jährige. Hinzu kämen die Fahrtkosten. Damit sich der Spielbetrieb aufrechterhalten lässt, wird jeder der Vereinsmitglieder um einen monatlichen Beitrag gebeten. Doch inzwischen geraten die Kufencracks immer mehr an ihre finanziellen Grenzen.

„Vor diesem Hintergrund wären wir für Spenden sehr dankbar“, sagt der IT-Administrator. „Eishockey ist ein spannender Sport, der viel Geschick, Ausdauer und Körperkraft abverlangt. Das hat zuletzt das Deutsche Nationalteam bei den Olympischen Spielen in Südkorea eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Aufgrund des Erfolges dieser Mannschaft hoffen auch wir auf einen Zulauf von Interessenten.“ Diese müssten ebenfalls mit den notwendigen Trikots und anderen Utensilien ausgestattet werden. Doch das geht bekanntlich ins Geld. „Mit einem oder mehreren Sponsoren im Rücken könnten wir solche Anschaffungen leichter stemmen“, betonte Jens Engelmann, dessen größter Wunsch es ist, dass irgendwann einmal im Stadtgebiet von Bautzen eine kleinere Eishalle errichtet wird. „Diese würde sich in zentraler Lage zwischen Niesky, Jonsdorf, Dresden und Weißwasser befinden und zahlreiche Besucher aufs Eis locken“, ist der Huskies-Spieler überzeugt.

Sprung auf Prioritätenliste wäre notwendig

Vor dem Hintergrund, dass sich die Stadt Bautzen noch in diesem Jahr ein neues Leitbild für die Zeit nach 2020 verpassen möchte, wäre ein entsprechender Vorschlag durchaus legitim. Dieser ließe sich in den Themenschwerpunkt „Die lebenswerte Stadt“ einarbeiten, in dem sich Sport und Vereine wiederfinden. Eine Diskussion darüber soll es nach Angaben der Rathausspitze ab Juni dieses Jahres geben. Am Ende, so erklärte es Oberbürgermeister Alexander Ahrens am Montag während eines Pressegespräches, stehe eine Prioritätenliste, die schrittweise umgesetzt werden soll. Jens Engelmann und seine Kufencracks würden es sehr begrüßen, wenn ihr Traditionsverein mit nunmehr 21-jähriger Historie eine Heimstätte in Bautzen erhielte. Für die Spreestadt, da sind sich die Sportler sicher, wäre das eine echte Bereicherung.

Die Stadtverwaltung bringt es auf den Punkt, wenn sie sagt: „Vor allem die Zielgruppe der 18- bis 40-Jährigen muss verstärkt in der Region gehalten werden.“ Eine mit Fördermitteln errichtete Eishalle im Stadtteil Gesundbrunnen wäre möglicherweise ein Garant dafür.

Spenden nimmt der Verein unter IBAN: DE34 8555 0000 1000 0006 44, BIC: SOLADES1BAT, Hahneberger Huskies dankend entgegen.

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Rolan Kaiser / 10.03.2018

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