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"Lichterschwimmen" auf der Neiße

"Lichterschwimmen" auf der Neiße

Zum "Lichterschwimmen"gibt es auch eine Andacht an der Nepomuk-Statue im Klosterhof. Foto: Jeannette Gosteli

Ostritz. Zum 3. "Lichterschwimmen" zu Ehren des heiligen Johannes Nepomuk
treffen sich die Teilnehmer am Freitag, 18. Mai, um 19.30 Uhr, im Foyer der
Propstei des Klosters Ostritz St. Marienthal. Den Anfang bildet eine
einfache gemeinsame Mahlzeit. Alle Teilnehmer sind gebeten, dazu etwas
beizutragen, was sich möglichst auch gut teilen lässt. Anschließend basteln
alle, die ein Licht schwimmen lassen wollen, nach einer einfachen Vorlage
ein kleines Boot. Um 20.00 Uhr folgt eine Andacht an der Nepomuk-Statue im
Klosterhof. Einen Kilometer weit führt danach der bequeme Weg ins Neißetal,
wo die Schiffchen der Neiße anvertraut werden.
Johannes Nepomuk wurde am 20. März 1393 von der Prager Karlsbrücke in die
Moldau gestürzt und ertränkt. Hintergrund waren kirchenpolitische
Auseinandersetzungen zwischen König Wenzel IV. und dem Erzbischof von Prag,
dessen engster Mitarbeiter Johannes war. Später wurde überliefert, er habe
sterben müssen, weil er das Beichtgeheimnis gegenüber dem König
kompromisslos bewahrt habe. Die Legende berichtet, dass an der Stelle, wo
Nepomuks Leichnam auf dem Grund des Flusses zum Liegen kam, Lichter auf dem
Wasser geleuchtet hätten. Deshalb umgibt einerseits auf den meisten
Darstellungen ein Strahlenkranz von fünf Sternen den Kopf des Heiligen.
Andererseits inspirierte dieses Leuchten zum "Lichterschwimmen" Â– kleine
Boote mit Lichtern an Bord werden auf einem Fluss ausgesetzt.
Johannes Nepomuk ist auch als "Brückenheiliger" bekannt. Wem
"Brückenschläge" zu anderen Menschen, Völkern, Religionen und Kulturen am
Herzen liegen, der kann mit seiner Teilnahme am "Lichterschwimmen" dafür ein
leuchtendes Zeichen setzen.

Steffen Linke / 09.05.2018

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