Direkt zum Inhalt springen
Info & Kommentare

Luxemburger kaufen in Bischofswerda ein

Luxemburger kaufen in Bischofswerda ein

Der Schwerpunkt des Häuserportfolios befindet sich im Bereich Lessingstraße.

Vier Bischofswerdaer Wohn- und Geschäftshauskomplexe haben den Eigentümer gewechselt. Dazu zählt auch das historische Herrmanstift.

 

Alternativer Text Infobild

Auch das traditionsreiche Herrmannstift an der Neustädter Straße befindet sich jetzt in der Hand der luxemburgischen Asterion-Gruppe.

Bischofswerda. Das Herrmannstift an der Neustädter Straße hat einen neuen Eigentümer: Die Velero Partners GmbH hat es für die in Luxemburg ansässige Asterion-Gruppe erworben, in deren Eigentum es mittlerweile übergegangen ist. Gemeinsam mit dem historischen Stiftsgebäude wechselt ein ganzes Häuserportfolio seinen Besitzer, zu dem außerdem noch drei Gebäudekomplexe an der Lessing- und an der Carl-Maria-von-Weber-Straße zählen. „Insgesamt umfasst das Portfolio 73 Wohn- und 13 Gewerbeeinheiten, der Leerstand lag bei der Übernahme bei knapp sieben Prozent“, erklärt Velero-Geschäftsführer Thomas Lange. Um diesen weiter zu senken, sollen „Gewerbeeinheiten für altersgerechtes Wohnen umgebaut werden“, wie es in einer Mitteilung der Gesellschaft heißt. „Dies betrifft speziell den leer stehenden früheren Getränkemarkt“, konkretisiert Thomas Lange. Generell sei man aber auch offen für eine weitere gewerbliche Nutzung, wenn es Interessenten gibt. Darüber hinaus seien keine baulichen Maßnahmen geplant und auch nicht erforderlich: „Die Objekte an der Lessing- und Weberstraße stammen aus den Jahren 1993 bis 1997, das an der Neustädter Straße wurde 1999 umfassend saniert. Es besteht da also kein Handlungsbedarf“, so der Geschäftsführer. Für die Mieter soll sich nichts ändern – außer dass sie einen eigenen Hauswart als ständigen Ansprechpartner erhalten. „Der nimmt seine Tätigkeit im Oktober auf“, kündigt Thomas Lange an.

Auch in Kamenz sind Velero und Asterion aktiv und haben schon vor einem knappen Jahr 368 Wohnungen in einem sanierten Plattenbaugebiet erworben. Der Velero-Geschäftsführer erhofft sich aus der räumlichen Nähe durchaus Synergien: „Der bereits erwähnte Hauswart wird beide Bestände betreuen. Allein für Bischofswerda hätte sich das nicht gelohnt. Und ein Hauswart ist für Mieter stets der wichtigste Ansprechpartner, weil es ja zumeist um kleinere Probleme und Reparaturen geht.“ „Luxussanierungen“ müsse niemand befürchten: „Das gehört nicht zu unserer Philosophie.“ Letztere findet ihren Ausdruck vor allem darin, dass Velero, obwohl in Berlin ansässig, sich stark in kleinen und mittleren ostdeutschen Städten engagiert. So wurden im letzten Jahr unter anderem Ankäufe in Neuruppin und Wittstock (beides Brandenburg) sowie im sächsischen Riesa getätigt. Auch das nächste Kaufobjekt befindet sich laut Thomas Lange in der Stahlwerksstadt an der Elbe. „Wir sind als wachsendes Unternehmen ständig auf der Suche nach weiteren Portfolien, die unseren Bestand sinnvoll ergänzen, und daran auch im ostsächsischen Raum weiterhin stark interessiert“, unterstreicht der Geschäftsführer.

Uwe Menschner / 12.09.2017

Was sagen Sie zu dem Thema?

Schreiben Sie uns Ihre Meinung

Mit dem Absenden Ihres Kommentars willigen Sie ein, dass der angegebene Name, Ihre Email-Adresse und die IP-Adresse, die Ihrem Internetanschluss aktuell zugewiesen ist, von uns im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar gespeichert werden. Die Email-Adresse und die IP-Adresse werden natürlich nicht veröffentlicht oder weiter gegeben. Weitere Informationen zum Datenschutz bei alles-lausitz.de finden Sie hier. Bitte lesen Sie unsere Netiquette.

Weitere aktuelle Artikel