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Mittelstand boomt in Großröhrsdorf

Mittelstand boomt in Großröhrsdorf

Eines der Symbole für den „Aufschwung Großröhrsdorf“: Die Skeleton-Geschäftsführer Oliver Ahlberg (li.) und Taavi Madiberk. Foto: PR

Das Rödertal boomt. Das gilt nicht nur für das als Wirtschaftsmetropole bekannte Radeberg, sondern auch für Großröhrsdorf.

Großröhrsdorf. Die Stadt Großröhrsdorf ist von der Oskar-Patzelt-Stiftung im Rahmen ihres Mittelstandspreises als „Kommune des Jahres 2017“ ausgezeichnet worden. „Durch eine ausgeprägte Mittelstandsfreundlichkeit der Stadtverwaltung und eine aktive Wirtschaftsförderung gelang es Großröhrsdorf, nach der Wende ein breites Spektrum an Handwerks- und Industrieunternehmen anzusiedeln beziehungsweise zu halten“, heißt es dazu in der Laudatio.

Auf diese Weise habe sich die Kleinstadt zum wirtschaftlichen Leuchtturm in der ländlichen Region und zum Vorbild für andere Kommunen entwickelt. Mit der Kommunikationsplattform FIT (Firmen-Info-Treff) habe die Stadtverwaltung zudem die Vernetzung der Unternehmen untereinander gefördert: „FIT ist mit jährlich bis zu 70 Teilnehmern aus der Wirtschaft eine sehr gut besuchte Veranstaltung und in dieser Form einmalig.“
Laut Patzelt-Stiftung sind in Großröhrsdorf derzeit 830 Gewerbe gemeldet. Die Gewerbesteuereinnahmen stiegen innerhalb von zehn Jahren – von 2006 bis 2016 – um 60 Prozent. Im gleichen Zeitraum verdoppelte sich die Zahl der Arbeitsplätze, die Arbeitslosenzahl ging um 64 Prozent zurück. Großröhrsdorf konnte seit 2006 seine Gewerbeflächen um 30 Prozent ausweiten und gleichzeitig fünf Industriebrachen revitalisieren. Die Auslastung des Gewerbegebietes liege bei 93 Prozent.

Bürgermeisterin Kerstin Ternes gibt im städtischen Amtsblatt Auskunft über die wichtigsten diesbezüglichen Entwicklungen des zu Ende gehenden Jahres: „Unter anderem wird die Firma Exima-Anlagenbau, welche in Großröhrsdorf bereits eine Fläche erworben hat, bauen. Die Firma ONI Temperiertechnik Rhytemper GmbH hat das Gebäude der CDC erworben und ist Mitte des Jahres umgezogen. Auch auf dem Gelände der ehemaligen Tischfabrik gibt es Bewegung für die noch freie Fläche. So hat die Huhle Stahlbau GmbH eine Teilfläche erworben und ein Gerüstbauer zeigt für eine weitere Teilfläche Interesse. Die Firmen Sächsische Hebe- und Zurrtechnik GmbH sowie die Elastic Belts GmbH erweitern gerade ihre Standorte und die Unternehmen Griessmann-Garagen sowie Metallbau Stahlzart an der Pulsnitzer Straße planen, sich zu vergrößern.“

Für die Wirtschaftsförderung der Stadt sei es momentan die größte Herausforderung, neue Gewerbeflächen zur Verfügung zu stellen.

Hinzu kommt die Ansiedlung des estnischen Hightech-Unternehmens Skeleton, das in der früheren Sunfilm-Halle innovative Elektrospeicher auf der Basis von Ultrakondensatoren herstellt.

Uwe Menschner / 27.11.2017

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