Direkt zum Inhalt springen
Info & Kommentare

Polizeianwärter mit dem richtigen Riecher

Polizeianwärter mit dem richtigen Riecher

Bei zwei von drei Übungsfällen kam sogar ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. All das war Bestandteil einer fächerübergreifenden Abschlussübung der Rothenburger Polizeihochschule.Foto: Polizei

Das war spektakulär! Bei der zweiten fächerübergreifenden Abschlussübung der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) in diesem Jahr mussten die beteiligten Studenten drei Teenager suchen. Dabei kam sogar ein Hubschrauber zum Einsatz.

Rothenburg. Nachdem im Februar dieses Jahres schon einmal fünf Bewohner des Martinshofes spurlos verschwunden waren, ging es nun um drei Teenager, die die Polizei suchen musste. Dabei wurde die Übungswoche in drei Fälle unterteilt. Bereits am Dienstag verschwand auf dem Weg zur Schule Anna-Sophie (14). Sie war am Morgen mit dem Fahrrad von der elterlichen Wohnung losgefahren. Nach rund fünf Stunden konnte die Polizei die Schülerin der besorgten Mutter unbeschadet übergeben. Ein Aufgebot von 25 Beamten hatte nach der Schülerin gefahndet. Umfangreiche Ermittlungen und Suchmaßnahmen führten am Nachmittag zum Aufgreifen der 14-Jährigen. Sie hatte es vorgezogen, sich heimlich mit ihrem neuen Freund in einem 20 Kilometer entfernten Erlebnishof zu vergnügen.

Nur einen Tag später kam die 14-jährige Selina nicht in ihrer Schule an. Sie war gegen halb acht zu Fuß von Zuhause zur Bushaltestelle gegangen. Im Zimmer der Schülerin fand die Polizei einen Abschiedsbrief. Rund 25 Beamte, darunter auch ein Hundeführer der Polizeidirektion Görlitz mit seinem Fährtenhund, suchten zunächst vergebens mögliche Aufenthaltsorte ab. Mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers konnte die 14-Jährige dann in der Nähe eines Wehres an der Neiße gefunden werden. Sie war zwar durchgefroren, ansonsten aber wohlbehalten und konnte ihren Eltern übergeben werden.

Nicht weniger spektakulär verlief der dritte Fall. Am Freitag läuteten in der Oberschule Rothenburg morgens erneut die Alarmglocken. Der Grund: Laura (14) fehlte. Ob die Schülerin das elterliche Haus verlassen hatte, konnte niemand mit Bestimmtheit sagen. Die Eltern befanden sich im Kurzurlaub. Erste Ermittlungen und Fahndungsmaßnahmen erhärteten den Verdacht, dass sich Laura mit einer neuen Internetbekanntschaft treffen wollte. Nach mehrstündigen Fahndungsmaßnahmen mit Unterstützung eines Fährtenhundes und eines Polizeihubschraubers fanden die Beamten Laura in einem zwei Kilometer entfernten Waldstück. Sie war zwar verletzt, wurde aber in Sicherheit gebracht.

Glück im Unglück bei allen Fällen: Sämtliche Szenarien waren nur erfunden und dienten bei der fächerübergreifenden Abschlussübung der Rothenburger Polizeihochschule der Leistungskontrolle zum Ende des aktuellen Ausbildungsabschnittes. Die künftigen Polizeikommissare konnten dabei in Vorbereitung auf die Prüfung unter realen Bedingungen ihr angeeignetes Wissen unter Beweis stellen.

Von Seiten der Übungsleitung war man sehr zufrieden. Polizeidirektor Jürgen Siegert: „Die Studierenden mussten zum Teil an ihre Grenzen gehen, um die Vielzahl an Informationen zu verarbeiten und den richtigen Faden zu finden. Dass sie die Aufgaben erfolgreich lösen konnten, spricht für ihre gute Ausbildung“.

Redaktion / 19.04.2017

Was sagen Sie zu dem Thema?

Schreiben Sie uns Ihre Meinung

Mit dem Absenden Ihres Kommentars willigen Sie ein, dass der angegebene Name, Ihre Email-Adresse und die IP-Adresse, die Ihrem Internetanschluss aktuell zugewiesen ist, von uns im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar gespeichert werden. Die Email-Adresse und die IP-Adresse werden natürlich nicht veröffentlicht oder weiter gegeben. Weitere Informationen zum Datenschutz bei alles-lausitz.de finden Sie hier. Bitte lesen Sie unsere Netiquette.

Weitere aktuelle Artikel