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Stressige Ruhe bei der Schmalspurbahn

Stressige Ruhe bei der Schmalspurbahn

Ab Freitag, 1. Dezember, fährt die Schmalspurbahn zwischen Zittau und dem Zittauer Gebirge wieder mit Volldampf und Überraschungen in die Advents- und Weihnachtszeit. Foto: Mario England

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Zukünftig müssen entlang der Strecke der Schmalspurbahn jährlich circa 600 Meter Gleis mit etwa 1.000 Schwellen ausgebessert werden. Foto: Steffen Linke

Aufgrund der jährlichen Betriebsruhe verkehren bis zum 30. November bei der Schmalspurbahn keine Züge. Trotzdem gibt es entlang der Strecke zwischen Zittau und Oybin bzw. Jonsdorf sowie in der Werkstatt eine ganze Menge zu tun. 

Zittau/Oybin/Jonsdorf. Für manche Anwohner ist es schon recht gewöhnungsbedürftig, wenn die Bimmelbahn tagsüber nicht von Zittau ins Gebirge oder umgekehrt dampft, überhaupt keine Fotografen entlang der Bahnschienen auftauchen und Autos an den Bahnschranken nicht warten müssen. „Wir legen die Betriebsruhe in den Monat November, weil in dieser Zeit die geringste Nachfrage im Jahr besteht und die Hotellerie im Gebirge zumeist geschlossen ist“, erklärt Manuela Bartsch vom Bereich Marketing der Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahngesellschaft mbH (Soeg). Doch Däumchendrehen ist nicht. „Die Zeit der Betriebsruhe nutzen wir für Wartungsarbeiten an der gesamten Strecke, wechseln zum Beispiel marode Schwellen aus und verschneiden Bäume“, sagt sie. 

Um die laufenden Verschleißerscheinungen zu beheben, sei es besser, nur einmal länger, als mehrmals kürzer im Jahr zu bauen und zu sperren. Zukünftig müssten jährlich circa 600 Meter Gleis mit etwa 1.000 Schwellen ausgebessert werden. 

„Aus Sicherheitsgründen werden jene Bäume entlang der Bahnstrecke verschnitten, die analog der Straße in den Gleisbereich wachsen – rechts und links vom Gleis circa fünf Meter“, erläutert sie.

Um diese Arbeiten kümmert sich zum Teil eigenes Personal, teils kommen auch Fremdfirmen zum Einsatz. Die Kosten für die Reparaturen belaufen sich zukünftig auf jährlich circa 250.000 Euro. Lokführer und Schaffner bauen während der Auszeit der Schmalspurbahn Überstunden aus der Hauptsaison zwischen Mai und Oktober ab oder arbeiten in der Lok- und Wagenwerkstatt.

„Nebensaison im Fahrplan ist Hauptsaison in der Werkstatt. In den Herbst- und Wintermonaten werden verstärkt die Fahrzeuge instand gesetzt“, betont sie. 

Bis Ende September hatte die Zittauer Schmalspurbahn circa 175.000 Fahrgäste befördert. Nach der Betriebspause rechnet Manuela Bartsch bis zum Jahresende noch einmal mit einem Schub: „Wir hoffen wie 2016, wieder auf über 200.000 Fahrgäste zu kommen.“ Die Kundenresonanz würde sich weiterhin auf hohem Niveau befinden. Besonders stark vertreten sei das Klientel aus der Tschechischen Republik. 

Ab Freitag, 1. Dezember, fährt die Schmalspurbahn wieder mit Volldampf und Überraschungen in die Advents- und Weihnachtszeit. So stehen am Samstag, 2. Dezember, Sonntag, 3. Dezember, Samstag, 9. Dezember, Sonntag, 10. Dezember, Samstag, 16. Dezember, Sonntag, 17. Dezember, und Samstag, 23. Dezember, Adventsfahrten mit Kaffee und Stollen, am Mittwoch, 6. Dezember die Nikolaus-Züge sowie am Sonntag, 24. Dezember, die Weihnachtsmann-Züge auf dem Programm. Mit dem traditionellen Silvesterzug können die Fahrgäste am Sonntag, 31. Dezember, den Jahreswechsel mit Dampf, Feuerwerk und Party am Bahnhof Oybin feiern. Karten dafür gibt es im Kundenbüro der Soeg, Bahnhofstraße 41, in Zittau. 

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Steffen Linke / 15.11.2017

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