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Astronomie vor der Haustür

Astronomie vor der Haustür

Die Ausstellung zeigt auch dieses Modell des geplanten Low Seismic Lab. Foto: ScS/LW

Kamenz. Was haben jahrmillionenaltes Gestein tief unter der Oberlausitz, Schwarze Löcher, Gravitationswellen und moderne astrophysikalische Forschung gemeinsam? Antworten darauf gibt die Ausstellung „Granitmassiv – Die Lausitz hört das All“. Sie ist derzeit im Museum der Westlausitz zu sehen.

Die Ausstellung wurde gemeinsam von der Abteilung Regionale Vernetzung und Wissenschaftskommunikation des Deutschen Zentrums für Astrophysik (DZA) und dem Museum der Westlausitz Kamenz entwickelt und bei der Umsetzung vom Science Communication Lab begleitet. 
Im Mittelpunkt stehen der Untergrund der Lausitz und seine Bedeutung für die Forschung. Das DZA untersucht derzeit den Lausitzer Granodiorit im Hinblick auf das geplante Untergrundlabor (Low Seismic Lab). Besonders störungsarme Bedingungen sollen dort hochpräzise Messungen, technologische Entwicklungen und wissenschaftliche Experimente ermöglichen. 

Die Ausstellung führt von der Entstehung der Elemente und der Erdgeschichte über die geologische Entwicklung der Lausitz bis zu aktuellen Forschungsfragen. Objekte, Modelle und interaktive Installationen zeigen, wie eng Geologie, Geophysik und Astrophysik miteinander verbunden sind.
„Ich freue mich auf eine Ausstellung, die Astrophysik und Geologie miteinander verbindet und uns von weit entfernten Sternen bis tief unter die Erde der Oberlausitz führt. Dabei rückt ein ganz besonderer Schatz der Region in den Mittelpunkt: das mächtige Granitmassiv unter unseren Füßen. Besonders spannend finde ich die interaktiven Exponate zur Erdgeschichte und zum Granitmassiv sowie einen Raum, in dem seismische Bewegungen nicht nur sichtbar und hörbar, sondern sogar körperlich spürbar werden“, so Jana Bingemer, Abteilung Regionale Vernetzung und Wissenschaftskommunikation am Deutschen Zentrum für Astrophysik.

Ein eigener Bereich der Ausstellung widmet sich dem Low Seismic Lab, möglichen Experimenten und Technologien sowie der Frage, warum eine besonders ruhige Umgebung für empfindliche Messverfahren von zentraler Bedeutung ist. Begleitet wird die Ausstellung von Führungen, Vorträgen, museumspädagogischen Angeboten und Gesprächsformaten. Ziel ist es, aktuelle Forschung verständlich zu vermitteln und den Austausch mit den Menschen in der Region zu fördern.

Redaktion / 19.10.2026

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