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Baustart für Ertüchtigung der Kläranlage Königsbrück

Baustart für Ertüchtigung der Kläranlage Königsbrück

Bürgermeister Heiko Driesnack (li.) und Geschäftsstellenleiter Lars Mögel nahmen den 1. Spatenstich vor. Foto: J. Hoffmann

Königsbrück. Jüngst erfolgte der erste Spatenstich für die Ertüchtigung der 1995 in Betrieb genommenen Kläranlage in Königsbrück. Seit 25 Jahren verrichtet diese zuverlässig ihren Dienst im Gebiet des Abwasserzweckverbandes Königsbrück. Bis Mitte des Jahres 2022 plant der Verband, die Kläranlage Königsbrück mit einer Investitionssumme von 4,5 Millionen Euro zu ertüchtigen. 

Obwohl der Freistaat Sachsen die Investition mit 50 Prozent Zuschuss fördert, stellt diese Maßnahme für den relativ kleinen Zweckverband mit über 8.000 angeschlossenen Einwohnern eine große Herausforderung dar. Das in den Jahren ab 1914 errichtete und heute noch genutzte Kanalnetz wurde als Mischwassersystem gebaut. Dabei wird Schmutzwasser und Regenwasser von privaten Grundstücken und Straßenflächen in einem Kanal zur Kläranlage abgeleitet. Bei starken Regenereignissen wird stark verdünntes Mischwasser direkt in das Gewässer abgeschlagen. 

Mit der Ertüchtigung der Kläranlage wird künftig bei Regen mehr Mischwasser in der Kläranlage gereinigt, so dass die vorgegebenen Grenzwerte eingehalten werden. Dafür baut der Verband ein weiteres Belebungsbecken, in dem (wie in den vorhandenen Becken) das ankommende Schmutzwasser durch Bakterien biologisch gereinigt wird. Energieeffizientere Belüftungselemente sollen künftig zu einer Senkung der Energiekosten führen. Durch die Errichtung einer Fällmitteldosierstation erfolgt eine weitergehende Reinigung, und es wird Phosphat ausgefällt. Dadurch wird dem Abwasser der wichtigste Pflanzennährstoff entzogen, was zur Verminderung des Pflanzenwachstums in der Pulsnitz führt. Damit will Königsbrück einen Beitrag zur Verbesserung des Gewässerzustands der Pulsnitz leisten. 

Außerdem kann mit der Errichtung einer entsprechenden Anlage ganzjährig der Überschussklärschlamm entwässert und das bisherige Kapazitätsproblem gelöst werden. Diese Entwässerung ist eine Voraussetzung für die Mitverbrennung des Klärschlamms in einem Kraftwerk. 
Mit der geplanten Ertüchtigung der Kläranlage Königsbrück wird im Bereich der Abwasserentsorgung im Verbandsgebiet des AZV Königsbrück für die nächsten Generationen der hohe technische Standard fortgeführt und eine Voraussetzung für den derzeitigen Einwohnerzuwachs geschaffen. Der Geschäftsstellenleiter des AZV Königsbrück, Lars Mögel, hätte den Termin gern zum Anlass genommen, sich bei allen am Projekt Beteiligten für die bisherige Unterstützung zu bedanken. In der fast dreijährigen Planungsvorbereitung freut er sich über die ergebnisorientierte und faire Zusammenarbeit mit Planern, den Behörden, wie der Unteren Wasserbehörde und der Landesdirektion sowie der Sächsischen Aufbaubank. Nach der Fertigstellung der ertüchtigten Anlage wird es für alle Interessierten einen Tag der offenen Tür geben, versichert er.

Redaktion / 22.04.2021

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