Der Autorenkreis verabschiedet sich

Es ist vollbracht: Norbert Schnabel (rechts im Bild), und Ehrenmitglied Heiko Berthold, der die Almanache in seiner Königsbrücker Druckerei druckt und bindet, präsentieren stolz die Sonderausgabe VIII. Foto: Beate Diederichs
Kamenz. Der Autorenkreis Lausitzer Almanach e.V. präsentierte am 17. April im Stadttheater Kamenz die druckfrische Sonderausgabe VIII: „2025 – Rückblicke und Ausblicke“. Damit geht nach zwei Jahrzehnten eine Ära zu Ende. Denn diese Sonderausgabe ist die letzte, da sich der Verein nun auflöst. „Es war jedes Jahr eine Zitterpartie, das Geld für den Druck des Almanachs zusammenzu-bekommen“, sagte der Vereinsvorsitzende Norbert Schnabel in seiner Rede. Neben dem fünfstelligen Beitrag, der seit 2023 für die Produktion fällig wurde, führte er das hohe Durchschnittsalter der Vereinsmitglieder und veränderte Lesegewohnheiten als Gründe dafür an, dass sich der Autorenkreis von seinen Lesern verabschiedet. Michael Preuß, Oberbürgermeister von Kamenz, lobte die Leistung des Autorenkreises.
„Ich stehe heute hier mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, so formulierte er es in seinem Grußwort. Dass nun das letzte der hochwertigen Werke zur Heimatkunde und Regionalgeschichte erscheine, sei ein würdiger Abschluss für das Schaffen der Autoren. Andererseits hinterlasse der Verein eine große Lücke.
„Unsere Arbeit wird nie ganz verschwinden, stehen die Almanache doch mittlerweile in einigen renommierten Bibliotheken der Region“, schloss Schnabel. Der letzte Lausitzer Almanach liegt im A-4-Format mit Softcover-Einband vor. Er umfasst 320 Seiten und kostet 20 Euro.