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DJ ist unterwegs als Weihnachtsmann

DJ ist unterwegs als Weihnachtsmann

Markus Neugebauer, hier an der Seite mit Markus Wendler, Systemmanager/Qualitätsbeauftragter beim DRK Kreisverband Löbau, beschert als Weihnachtsmann an Heiligabend mehrere Familien in der Region. Foto: privat

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Bei dieser Pose mit dem DJ als Weihnachtsmann strahlen die Kinderaugen. Foto: privat

Ho, Ho, Ho ... Markus Neugebauer, alias DJ Herr Voragend, in dieser Mission über das Jahr hinweg unter anderem beim Zittauer Gebirgslauf und Wandertreff, beim Löbauer Stadtfest und bei Veranstaltungen des Tierschutzvereins Löbau-Zittau e.V. im Einsatz, ist an Heiligabend als Weihnachtsmann in der Region unterwegs.

Löbau/Zittau. Bereits das vierte Jahr schlüpft der ehemalige Fußballtorhüter und Knipser in die Rolle des bärtigen Alten. „Freunde haben mich einst angesprochen, ob ich es nicht einmal probieren möchte. Und so sammelte ich von ,Auftritt zu Auftritt’ meine Erfahrungen“, berichtet er. Von Beginn an genießt Markus Neugebauer die volle Unterstützung des DRK Kreisverbandes Löbau. Die „Rotkreuzler“ pflegen und lagern „sein“ Kostüm ein. 
Seine Verwandlung von der Privatperson zum Weihnachtsmann dauert maximal 30 Minuten. 

Zu seiner Ausstattung zählen Hose, dicke Socken, Stiefel Perücke, Kissen unter dem Mantel und dazu Glocke und Rute. Sein „Arbeitstag“ an Heiligabend geht von 15.30 Uhr bis in die Abendstunden hinein. Mit seinem DJ Herr Voragend-Mobil steuert Markus Neugebauer circa vier bis fünf Hausbesuche in der Region an – unter anderem in Herrnhut und Löbau. 
Der Weihnachtsmann bekommt von den Eltern im Voraus viele positive Informationen zum versammelten Familienkreis, aber auch ein bis zwei Kritikpunkte geliefert, „die ich ich bei meinem Besuch ansprechen soll. Aus Erfahrung weiß ich auch, ob schon Besserung eingetreten ist.“ 
Meistens trifft sich der bärtige Alte mit dem Papa im Keller oder in der Garage, um letzte Details vor seinem „Auftritt“ abzustimmen und die Anzugsordnung noch einmal zu kontrollieren. „Wenige Minuten später klopfe ich energisch an die Tür, durch die ich dann in die ,gute Stube’ eintrete“, erzählt er. Die Wohnzimmer sind wunderbar geschmückt. Kerzen sorgen für eine romantische weihnachtliche Stimmung. Klein und Groß warten mit Spannung und einem Lächeln im Gesicht auf den „großen Moment.“ Der Weihnachtsmann überreicht jedem ein Geschenk. „Zuvor lausche ich den Gedichten und Liedern“, sagt er. Eltern und Großeltern begleiten ihre Kinder und Enkel zum Teil auch mit der Gitarre. „Davon bin total gerührt. Diese Momente sind wirklich unbezahlbar“, berichtet er. Markus Neugebauer schätzt sich selbst als liebevollen entspannten Weihnachtsmann ein: „Nur bei Kritikpunkten erhebe ich mal den Finger, jedoch niemals die Rute. Ich merke aber gleich an den Reaktionen der Kinder, wer über das Jahr hinweg lieb gewesen ist oder wer etwas ausgefressen hat.“ 
Jeder seiner Besuche dauert circa 30 Minuten: „Bisher bin ich noch nicht erkannt worden, da ich selten mit den Kindern über das Jahr hinweg etwas zu tun habe. Vor vier Jahren hat mich allerdings der Junior meines Chefs im Nachhinein aufgrund meiner Stimme enttarnt, da wir uns öfters begegnen.“ 

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Markus Neugebauer, alias DJ Herr Voragend, unterhält auch jährlich beim Zittauer Gebirgslauf und Wandertreff auf der Bühne im Olbersdorfer Stadion das Publikum. Foto: Steffen Linke

Nach „Feierabend“ lässt Markus Neugebauer glücklich und zufrieden zu Hause die vielen wunderschönen Momente auf sich wirken: „All meine Einsätze als Weihnachtsmann ,absolviere’ ich ohne Gage. Denn es ist mir ein Bedürfnis, etwa Gutes zu tun.“ Und er fährt fort: „Von den Familien bekomme ich dafür ein kleines Geschenk mit leckerem Gebäck oder Likör bzw. von den Kindern selbstgebastelte Kreationen für den Weihnachtsmann.“ 

Markus Neugebauer selbst feiert am ersten Feiertag, Dienstag, 25. Dezember, bei seinen Eltern ganz in Familie Weihnachten: „Das ist für mich auch das schönste Geschenk. Wir sitzen alle mit leuchtenden Augen an einem Tisch, erzählen uns alte und immer wieder lustige Anekdoten oder sehen uns ganz alte Urlaubsvideos an und überreichen uns Präsente.“ Am Abend gibt es Fondue und mit seinem Schwager etwas Ouzo. 
Danach liegt sein Fokus schon wieder auf den Veranstaltungen zum Jahresausklang sowie der großen Silvesterparty am Montag, 31. Dezember, im Kretscham Lawalde. Markus Neugebauer wünscht allen Leserinnen und Lesern des „Oberlausitzer Kurier“ besinnliche Stunden im Kreise ihrer Liebsten und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2019.

Steffen Linke / 23.12.2018

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