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Hat Polizei eine heiße Spur zu Juwelendieben?

Hat Polizei eine heiße Spur zu Juwelendieben?

Region. Polizei und Staatsanwaltschaft sind bei den Ermittlungen zum Einbruch in Dresdens Schatzkammer, das Historische Grüne Gewölbe, offenbar einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Wie der Leitende Oberstaatsanwalt Klaus Rövekamp und Polizeipräsident Jörg Kubiessa sagten, befänden sich diese inzwischen in einem Stadium, in dem die Veröffentlichung einzelner Ermittlungsmaßnahmen den Erfolg des gesamten Verfahrens gefährden könnte.

„Neue Hinweise können mitunter eine sehr schnelle Reaktion der Ermittler erfordern. Plötzliche Exekutivmaßnahmen wie Durchsuchungen und Vernehmungen sind daher jederzeit möglich“, verdeutlichten beide in einer am Dienstag veröffentlichten Medieninformation. „Aus diesem Grund sind genauere Angaben zu erfolgten oder aktuell geplanten Exekutivmaßnahmen derzeit nicht möglich.“

Bereits am Montag haben Staatsanwaltschaft und Polizei den Ablauf des Einbruchs in das Historische Grüne Gewölbe nachgestellt. Zur gleichen Uhrzeit wie am Tattag überwanden Fahnder die äußere Sicherung, um bis an das Fenster zu gelangen. Gleichzeitig prüften die Fahnder die Abläufe in der Sicherheitszentrale sowie die technischen Abläufe innerhalb des Museums bei dem nachgestellten Einbruch.

Für die Aufklärung des Falles nutzt die Sonderkommission eigenen Angaben zufolge auch externen Sachverstand der Hochschule Mittweida. Experten sollen insbesondere das umfangreiche Videomaterial analysieren und durch technische Lösungen dessen Qualität verbessern. Davon erhoffen sich die Ermittler weitere Fahndungsansätze beziehungsweise eine Beweissicherung.

Indes habe ein am Sonntag im Fernsehen ausgestrahlter Fahndungsaufruf weitere Hinweise erbracht. Bislang seien insgesamt 516 Tipps eingegangen, davon 160 über das geschaltete Online-Portal. Der Fahndungsdruck ist groß. Für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, hatte die Staatsanwaltschaft Dresden eine halbe Million Euro zur Belohnung ausgesetzt.

Am 25. November kurz vor fünf Uhr morgens waren zwei Personen ins Grüne Gewölbe eingedrungen. Im Juwelenzimmer schlugen sie binnen weniger Minuten mit Äxten auf eine Vitrine ein und stahlen daraus hochwertige Schmuckstücke. Die Tat wurde von Videokameras aufgezeichnet. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes alarmierten die Dresdner Polizei über den Einbruch. Diese leitete daraufhin umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein. Allerdings konnten die Einbrecher vorerst unerkannt entkommen. Die Polizei ging bislang davon aus, dass bis zu vier Täter an dem Juwelendiebstahl beteilgt waren.

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Redaktion / 03.12.2019

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Kommentare zum Artikel "Hat Polizei eine heiße Spur zu Juwelendieben?"

Die in Kommentaren geäußerten Meinungen stimmen nicht unbedingt mit der Haltung der Redaktion überein.

  1. Erhard Jakob schrieb am

    Natürlich würde es mich freuen, wenn der Juwelenraub zeitnah aufgeklärt würde. Dabei interessiert mich auch, was aus dem ausgelobten Betrag von 500 TEUR wird!

    Wenn es ein Auftrags-Einbruch war und davon ist auszugehen, können sicher die Diebe gefasst werden. Aber die Auftraggeber sitzen sicher im Ausland und können nicht ermittelt werden. Auch die Juwelen werden verschwunden bleiben.

    Dann hat der Staat bzw. der Steuerzahler doppelt Pech! Erstens sind die wertvollen Juwelen weg. Und Zweitens müssen die Diebe in der JVA untergebracht und verköstigt werden. Und das kostet den Steuerzahler auch noch ca. 100 Euro pro Tag!

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