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Eine Woche Aktivität und Abenteuer

Eine Woche Aktivität und Abenteuer

Paddeltouren auf der Spree sind ein fester Bestandteil der Jugendcamps. Hier lernen die Jungen und Mädchen die Natur kennen, gehen körperlich auch mal an ihre Grenzen und haben viel Spaß. Foto: Steffi Jung

Im Abenteuercamp am Deutschbaselitzer Großteich erleben Kinder und Jugendliche seit vielen Jahren spannende Sommerferientage. Im Juli und August werden wieder zahlreiche Jungen und Mädchen dazu anreisen. Ihnen werden ganz besondere Erlebnisse geboten.

Deutschbaselitz. Mit rund einhundert Hektar Wasserfläche ist der Deutschbaselitzer Großteich der größte Teich in Ostsachsen. Zahlreiche Fische leben darin. Im Schilfgürtel ringsum brüten im Frühjahr Wasservögel. Manchmal kreist sogar der Seeadler über dem Wasser, der in den hohen Bäumen am südlichen Ufer nistet. Ein idealer Ort, um Natur und Abenteuer zu erleben. „Schon in den 1980-er Jahren gab es auf der anderen Seite des Campingplatzes ein Camp für Jugendclubs. Nach der Wende brachte dann eine Besucherin aus den alten Bundesländern die Idee für ein erlebnispädagogisches Angebot aus ihrer Heimat hierher. Seitdem haben wir das Abenteuercamp am heutigen Ort Schritt für Schritt aufgebaut“, erzählt Steffi Jung. Die Projektleiterin Abenteuercamp beim Netzwerk für Kinder- und Jugendarbeit e. V. in Bischofswerda erinnert sich gut an die Zeit vor dreißig Jahren: Man hatte für das Abenteuercamp ein Areal ausgewählt, das im Uhrzeigersinn am Ufer neben dem Campingplatz liegt. „Zuerst gab es da nur einige alte zweiachsige Holzanhänger, die früher Betrieben gehörten. Dann entstanden ein Fachwerkhaus, eine Scheune und ein Küchenhaus. Ohne die kundige Mitarbeit vieler Ehrenamtler wäre das nicht möglich gewesen.“ Heute verfügt das Abenteuercamp unter anderem auch über Sanitäranlagen, einen Fuhrpark, Boote und ein Großzelt. All das können die Jungen und Mädchen nutzen, die demnächst wie in jeden Sommerferien zu den Kinder- und Jugendcamps anreisen. Dabei werden Steffi Jung und ihr Team von zahlreichen geschulten ehrenamtlichen Betreuern unterstützt. Rund zwanzig von ihnen begleiten die Camps für Kinder von sechs bis neun Jahren mit je rund 50 Plätzen und die Jugendcamps für zehn- bis 16-jährige mit je rund 60 Plätzen. In beiden Altersgruppen sind zwei Durchgänge geplant. Die genauen Termine im Juli und August und die Informationen dazu können Interessierte auf der Homepage des Netzwerks ansehen. 

Alle jungen Teilnehmer reisen individuell an und ab und wohnen in ihrem eigenen Zelt. „Oft machen sie sich schon ganz ungezwungen miteinander bekannt, wenn sie sich gegenseitig beim Aufbauen helfen“, hat Steffi Jung beobachtet. Bei starken Unwettern übernachten die Kinder und Jugendlichen ausnahmsweise auch mal in den Häusern – allerdings sehr spartanisch. Die beiden Kindercamps stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Zirkus“, verrät die Projektleiterin. Die Mädchen und Jungen können beispielsweise Jonglieren lernen oder Objekte herstellen, die sie am Ende den anderen präsentieren. Für die Älteren hat sich das Team zwei verschiedene Camp-Varianten ausgedacht: Das Natursport-Kreativ-Camp verbindet alte Gewerke wie Schmieden, Holzbau oder Lederbearbeitung mit einer Paddeltour auf der Spree oder Höhlenklettern in der Sächsischen Schweiz. Das Natursport-Camp ist ein reines Paddelcamp mit Touren auf der Spree. In den Jugendcamps können Kurzentschlossene noch Restplätze buchen. „Bei dieser Woche voller Bewegung, Kreativität und Abenteuer in einer ganz besonderen Umgebung fördern wir Gruppengefühl, soziale Kompetenzen und einen bewussten Umgang mit der Natur“, wirbt Steffi Jung für das Angebot und weist dabei auch auf das Alleinstellungsmerkmal der Camps hin: „Wir kochen selbst und frisch mit regionalen Produkten und versuchen dabei auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu berücksichtigen.“ Im Schnitt sei die Auslastung der Camps in den vergangenen Jahren sehr gut gewesen, fügt sie hinzu. Die jungen Teilnehmer kamen natürlich vor allem aus der Region, aber auch aus der Gegend um Dresden und Leipzig. „Dieses Jahr erwarten wir sogar welche aus der tschechischen Republik“, kündigt die Projektleiterin an.

Beate Diederichs / 06.07.2026

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