Eltern wagenn im Schöpstal den Aufstand

Schülerprotest vor der Grundschule Schöpstal Foto: Fanny Berger
Kunnersdorf. Der Grundschule Schöpstal in Kunnersdorf droht zum Beginn des neuen Schuljahres der Verlust einer langjährig an der Schule tätigen Klassenlehrerin. Nach Angaben der Elternschaft steht deren vollständige Abordnung an eine andere Schule im Raum. Eine endgültige Entscheidung des Landesamtes für Schule und Bildung (LaSuB) liegt bislang noch nicht vor.
Die angekündigte Personalmaßnahme hat in der Schulgemeinschaft Besorgnis ausgelöst. Die Eltern befürchten Auswirkungen auf die Unterrichtsversorgung und die Kontinuität des Schulalltags. Nach Darstellung von Eltern der künftigen Schulklasse 3a habe die Grundschule in den vergangenen Jahren Unterrichtsausfälle wiederholt durch außergewöhnliches Engagement der Elternschaft abgefedert. So wurde unter anderem Sportunterricht auf Honorarbasis finanziert. Gleichzeitig vertreten die Eltern die Auffassung, dass frühere Steuerungen bei den Schulanmeldungen den tatsächlichen Personalbedarf der Schule nicht vollständig abgebildet hätten.
Vor diesem Hintergrund richtet die Elternschaft einen offenen Brief an Ministerpräsident Michael Kretschmer, den Sächsischen Staatsminister für Kultus sowie den Präsidenten des Landesamtes für Schule und Bildung. Darin fordern die Unterzeichner, die geplante Abordnung zu überdenken und die personelle Ausstattung der Schule langfristig zu sichern.
Begleitend haben Eltern und Kinder mehrere Protestaktionen ins Leben gerufen. Schüler tragen selbst gestaltete Protest-T-Shirts vor der Schule, eine Onlinepetition zum Erhalt der Lehrkraft wurde gestartet und Hinweisschilder im Ort machen auf die Situation aufmerksam. Die Eltern sehen in dem Fall zugleich ein Beispiel für die Probleme des Lehrermangels an kleineren Grundschulen im Freistaat. Aus Sicht der Eltern wurde der letzte Schultag vor den Sommerferien von der Unsicherheit über die personelle Zukunft der Schule überschattet. Viele Familien wüssten zum Ferienbeginn nicht, unter welchen Bedingungen ihre Kinder nach den Sommerferien unterrichtet werden.
Die Internetpetition unter c.org/q2Fy86JRFk hatten am Montag bereits über 1.400 Petenten unterzeichnet.
