Fördergeld für die Dorfkirche

Für die Sanierung der Dorfkirche in Lückendorf gab es jetzt einen finanziellen Zuschuss von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Foto: Steffen Linke
Lückendorf. Einen symbolischen Fördervertrag über exakt 6.462 Euro für Tischler- und Natursteinarbeiten an der Dorfkirche in Lückendorf, einem Ortsteil des Kurortes Oybin im Landkreis Görlitz, überbrachte jetzt dank zweckgebundener Spenden Dr. Thorsten Pietschmann, Ortskurator Zittau der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), an Pfarrerin Barbara Herbig.
Das 1690 an der ehemaligen Handelsstraße nach Böhmen errichtete Gotteshaus zählt zu den für die Oberlausitz typischen protestantischen Emporensälen. 1697 wurde der Dachreiter um Turmhaube, Laterne und Turmspitze erweitert. 1706 erfolgte die blau-weiße Farbgebung der Emporen und die Grisaillemalerei. 1775 wurde die Sakristei angebaut.
Der schlichte, aber reizvolle Bau zeichnet sich insbesondere durch seine in Grisailletechnik ausgeführten Emporenbilder aus. Der bemerkenswerte christologische Zyklus, der von dem bekannten Zittauer Maler Nikolaus Prescher geschaffen wurde, korrespondiert mit der einheitlichen Ausstattung der Kirche. Sie besitzt deshalb unter den frühbarocken Saalbauten der Region eine herausgehobene Stellung. Erhalten haben sich Altar und Taufstein aus dem Erbauungsjahr.
Die Dorfkirche in Lückendorf ist eines von über 770 Objekten, die die private Denkmalschutzstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Sachsen fördern konnte.