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Hobbygärtner erntet fünf Monsterkürbisse

Hobbygärtner erntet fünf Monsterkürbisse

Der Hobbygärtner und seine Frau präsentieren stolz die fünf Monsterkürbisse in ihrem Garten in Leutersdorf. Foto: privat

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Der Hobbygärtner aus Leutersdorf hatte in diesem Jahr viel in seinem Garten zu tun. Seine Mühen haben sich gelohnt. Foto: privat

Leutersdorf. Das schwerste Exemplar davon wog circa 80 Kilogramm, die „Miniaturausgabe“ etwas mehr als 26 Kilogramm! Eigentlich hasst der Mann mit dem Ring im Ohr seit seiner Kindheit Kürbisse, weil es damals keine Ananas gab: „Dafür bereitete mir meine Mutter in jährlicher Regelmäßigkeit im Herbst Kürbiskompott zu, was mir wiederum absolut den Ekel in den Rachen rief.“ Circa 50 Jahre sei diese gemüseähnliche Frucht deshalb aus seinem Leben verbannt gewesen. Der Hobbygärtner ließ sich aber nach diesem langen Zeitraum von seiner Marina tatsächlich überzeugen, doch mal Kürbisse anzubauen: „Meiner, seit 30 Jahren verheirateten Ehefrau konnte ich mit meinen 60 Jahren nichts abschlagen. Im Rentenalter kommt man halt auf die kuriosesten Ideen.“

Die eigenen vorgezogenen Pflanzen hatten sich im Mai allesamt die „verfluchten spanischen Schnecken“ geholt, ohne zu ahnen was noch kommen wird, blickt er zurück.
„Ich habe dann zwei profane Kürbispflanzen gekauft und in die Erde gesetzt, eine Plastikschutzhülle drüber gezogen und vorerst täglich gegossen“, fährt er fort.

Mutter Natur ließ seine Kürbispflanzen anschließend gedeihen – allerdings nicht ohne körperliche Anstrengungen. „Bei eintretender Dunkelheit bewaffneten sich meine Frau und ich täglich mit Gartenharke und LED-Taschenlampe, um der Schneckenflut Herr zu werden“, erzählt er.

Seine Frau Marina fand es spannend, zu sehen, wie die Monster wuchsen. Der sonnige Standort schien äußerst positiv gewählt worden zu sein, nämlich Süd-West.

Kurioserweise bildeten die Prunkbohnen ein natürliches Schattenspalier von Ost nach Süd.
Die Strahlen der untergehenden Sonne streichelten liebevoll den bepflanzten Hügel.

„Das ist keine bloße Gartensache, sondern eine schöne Willensschulung, wer so mit Konsequenz ein Ziel vor Augen hat“, sagt er. Auch wenn manch andere Ernte in seinem Garten in diesem Jahr nicht wie gewünscht aufging, die fünf stattlichen Riesenkürbisse seien der Lohn für „unsere Tapferkeit und Ausdauer“ gewesen, wie er betont. Die Prachtexemplare in freier Natur seien auch ein Blickfang für vorbeihuschende Touristen und Dorfbewohner gewesen. „Nur mit fremder, vertrauter Hilfe haben wir die Monster dann mit der Sackkarre vom Hügel zu unserer Garage transportiert“, berichtet er.

Die größten Exemplare spendete der Hobbygärtner dem Pflegeheim des ASB Leutersdorf und dem Imker im Dorf. Einen weiteren Kürbis möchte seine Frau, eine sehr gute Köchin, aller Wahrscheinlichkeit zu Kompott und Suppe verarbeiten. „Ich werde zumindest mal davon kosten“, sagt er. Ein Blumenkohlschnitzel sei ihm aber wegen des anfangs schon erwähnten Kindheitstraumas weitaus lieber. „Die zwei noch verbleibenden Riesen möchte ich gern Verehrern der Kürbiszunft zukommen lassen“, sagt er (Kontakt unter der Funknummer 01573 / 1166289). Seine Frau Marina möchte im nächsten Jahr gern wieder solche Kürbisskolosse ernten – er eher nicht. Und wer setzt sich von den beiden im Endeffekt durch? „Meine Frau. Daran gibt es keinen Zweifel“, antwortet er verschmitzt.

Steffen Linke / 11.10.2021

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