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Krone-Kauf: Das bewog 
ihn zum Umdenken

Krone-Kauf: Das bewog 
ihn zum Umdenken

Der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion Roland Fleischer. Foto: privat

Der Stadtrat hat mit seiner jüngsten Entscheidung vielen Bautzenern und auch Menschen im Umland einen langgehegten Wunsch erfüllt. Die ehemalige Stadthalle Krone wird mitsamt dem davor gelagerten Parkplatz kommunales Eigentum. SPD-Fraktionschef Roland Fleischer hatte bis zuletzt Bedenken geäußert, ob sich der Millionendeal für die Stadt überhaupt rentiert. Am Ende stimmte er doch zu. Der Oberlausitzer Kurier sprach mit dem Stadtparlamentarier darüber, was bei ihm zum Umdenken geführt hat und wie es aus seiner Sicht nun mit Bautzens Krone weitergeht.

Herr Fleischer, Sie sind bekannt als energischer Gegner dieses Millionendeals. Was hat Sie am Ende bewogen, doch für den Kauf zu stimmen?

Roland Fleischer: Hintergrund dafür ist eine Zusicherung durch die BWB und die Stadt. Demnach werden beide Seiten keinerlei Zuschüsse für den Betrieb der Stadthalle zahlen beziehungsweise notwendige Investitionen für einen eventuellen Spielbetrieb vornehmen. Das ist finanziell einfach nicht leistbar. Hingegen ist der Kauf des Areals ohne Spielbetrieb ein kalkulierbares Risiko.

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Wie werden Sie in punkto Krone nun weiter verfahren?

Roland Fleischer: Das Areal wird gekauft und bleibt über viele Jahre in diesem Zustand. Es dient als Vorrat für die Stadtentwicklung. Darüber hinaus verhindern wir ungewollte negative Entwicklungen im Herzen der Spreestadt.

Inwieweit können Sie sich einen Probebetrieb vor dem Hintergrund ehrenamtlichen Engagements vorstellen, so wie es BWB-Chefin Kirsten Schönherr ins Gespräch gebracht hatte?

Roland Fleischer: Die Halle kann egal von wem in diesem Zustand angemietet und mit all den Problemen durch den Mieter genutzt werden. Einen Zuschuss wird es weder seitens der BWB noch der Stadt geben. Die eventuellen Mieteinnahmen werden zur Refinanzierung des Kaufs genutzt.

Wie haben Sie nach der entscheidenden Sitzung am Mittwoch den Stadtratsbeschluss gewürdigt?

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Roland Fleischer: Es gab letztendlich nichts zu würdigen. Denn es war kein Liebeskauf, da es für die Zukunft keine Konzeption gibt. Es ermöglicht aber eine Entwicklung im Sinne der Bürger dieser Stadt. Das war unser Ziel und schließlich bei allen Wünschen unter diesen Bedingungen ein tragbarer Kompromiss.

Roland Kaiser / 31.08.2018

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