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Meilenstein für die Feuerwehr

Meilenstein für die Feuerwehr

Am 29. Mai wurde der Grundstein für das neue Feuerwehrgerätehaus in Wiesa gelegt. Oberbürgermeister Michael Preuß bestückt hier die Zeitkapsel, die mit in die Erde kommt. Foto: Beate Diederichs

Am 29. Mai kurz nach 15 Uhr wurde der Grundstein für den Ersatzneubau des Feuerwehrgerätehauses um Kamenzer Ortsteil Wiesa gelegt. Der Bau wird rund 4,2 Millionen Euro kosten und voraussichtlich in anderthalb Jahren fertig sein. 

Wiesa. Noch eine Weile wird es stehen, das alte Feuerwehrgerätehaus im Kamenzer Ortsteil Wiesa an der Kreuzung Bischofswerdaer und Bautzner Straße. Denn es wird so lange gebraucht, bis das neue fertig ist. Das soll planmäßig in anderthalb Jahren der Fall sein. Bis dahin beherbergt es nach wie vor den Raum für zwei Einsatzfahrzeuge, Umkleiden, die zu klein, und Sanitäranlagen, die sehr in die Jahre gekommen sind. Am Nachmittag des 29. Mai bildet das Gebäude zudem die Kulisse für die Rede des Oberbürgermeisters Michael Preuß zur Grundsteinlegung für den neuen Komplex, Grußworte von Vertretern der Politik und der Feuerwehr sowie die Zeremonie selbst. 

In die „Hülse“ steckte Michael Preuß unter anderem eine Liste mit den Namen der derzeitigen Wiesaer Feuerwehrmitglieder, eine Kopie des Stadtratsbeschlusses für den Ersatzneubau, ein Redemanuskript, ein Feuerwehrabzeichen und eine kleine Flasche Jägermeister. Gegen 15.30 wurde die Zeitkapsel unter dem Beifall des Publikums versiegelt und in den Grundstein eingebaut. Wer später durch den sogenannten Verbindungsbau geht, wird über Stein und Kapsel hinwegwandeln. 

Die Baumaßnahme kostet insgesamt rund 4,2 Millionen Euro. 3,5 Millionen sind Eigenmittel der Stadt und etwa 650.000 Euro Fördermittel des Freistaates. Preuß kritisierte in seiner Rede, dass die öffentlichen Rahmenbedingungen Investitionen so teuer machen, dass sich viele Kommunen diese vielleicht bald nicht mehr leisten können. Andererseits freute er sich, dass lokale Firmen von diesem Geld profitieren werden, weil sie Teilleistungen am Bau übernehmen. Und das neue, moderne Gerätehaus verbessert ja nicht nur die Arbeitsbedingungen der rund sechzig ehrenamtlichen Wiesaer Feuerwehrleute und würdigt ihren Einsatz, der oft genug gefährlich ist. Sondern es kommt indirekt auch denjenigen zugute, die die Hilfe der Feuerwehr brauchen. „Es ist ein Meilenstein in der Geschichte der Ortsfeuerwehr Wiesa und für die Kamenzer Feuerwehr insgesamt“, so formulierte es der Oberbürgermeister, der selbst auch Feuerwehrmann ist. „Zeitgemäß, sicher und funktional“, soll der neue Komplex werden: In eines der Gebäude werden drei Einsatzfahrzeuge plus Zubehör passen. 

Von dort aus gelangt man durch den „Verbinder“ in das Sozialgebäude mit Umkleiden, Büros, Duschen, einem Seminarraum und einer kleinen Küche.Wenn das dann alles steht, hat das alte Gebäude seinen Zweck erfüllt – und wird abgerissen.

Beate Diederichs / 07.06.2026

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