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Mit Herz und Haltung bei Budissa

Mit Herz und Haltung bei Budissa

Niklas Fromelius steht Woche für Woche als Trainer für den Budissa-Nachwuchs auf dem Platz. Foto: Matthias Kost

Bautzen. Niklas Fromelius über seinen Weg vom Jugendspieler zum Nachwuchstrainer bei Budissa Bautzen: Er ist selbst seit der G-Jugend Teil von Budissa – und steht heute Woche für Woche als Trainer auf dem Platz. Im Interview spricht Niklas darüber, warum ihn die Arbeit mit Kindern erfüllt, welche Herausforderungen dazugehören und weshalb der Trainerjob für ihn mehr ist als nur Fußball. 

Niklas, erinnerst du dich noch an den Moment, als du wusstest: „Ich will Trainer werden“?

Angefangen hat alles mit meinem Wunsch, Grundschullehrer zu werden. Ich wollte früh herausfinden, ob mir der Umgang mit Kindern langfristig Spaß macht. 2017 war ich 15 Jahre alt, in der F-Jugend fehlten Trainer, und über den Bruder eines guten Freundes ergab sich die Möglichkeit einzusteigen. Am Ende habe ich die Saison sogar komplett allein beendet. Da ich selbst später nicht mehr die Chance hatte, höherklassig zu spielen, habe ich meinen Fokus immer stärker auf die Trainertätigkeit gelegt.

Wie bist du überhaupt zu Budissa gekommen?

Ich spiele seit der G-Jugend bei Budissa, deshalb war der Schritt zum Trainer irgendwann naheliegend. Mein Vater war dabei ein großes Vorbild und hat mich gerade in den ersten Jahren enorm unterstützt und bestärkt.
 
Was macht für dich das Training mit den Kleinen so besonders?

Mich begeistert vor allem zu sehen, wie sich die Jungs entwickeln, wie viel Spaß sie am Fußball haben und mit welchem Ehrgeiz sie ihrem Traum vom Profifußball nachgehen. Diese Mischung aus Freude, Energie und großen Zielen ist etwas ganz Besonderes.

Was ist dir wichtiger: dass die Kinder gewinnen oder dass sie sich entwickeln?

Für die Kinder ist Gewinnen natürlich wichtig, ein gesunder Ehrgeiz gehört dazu. Für mich steht jedoch klar die Entwicklung im Vordergrund. Es ist schön zu beobachten, wie sich die Jungs mit Geduld, Zeit und ohne unnötigen Druck stetig verbessern.

Gab es auch Momente, wo du dachtest: „Puh, das ist ganz schön herausfordernd“?

Solche Momente gibt es immer wieder. Besonders die Kommunikation mit Eltern kann herausfordernd sein, weil man es nie allen recht machen kann. Manchmal wird der hohe zeitliche Aufwand nicht ausreichend gewürdigt. Insgesamt erlebe ich die Zusammenarbeit aber überwiegend respektvoll und positiv.

Was hast du selbst durch das Trainersein gelernt?

Ich habe gelernt, wie unterschiedlich Kinder sind und dass man jeden individuell begleiten muss. Außerdem habe ich früh Verantwortung für eine große Gruppe übernommen, gelernt klar zu kommunizieren und mit anderen Vereinen sowie Verantwortlichen gut zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig weiß ich, dass ich noch lange nicht am Ende meiner Entwicklung angekommen bin und mich fachlich wie persönlich weiter verbessern möchte.

Was motiviert dich, Woche für Woche auf dem Platz zu stehen?

Mich motiviert der Wunsch, die Jungs sowohl fußballerisch als auch menschlich auf ihre Zukunft vorzubereiten. Mein Ziel ist es, dass möglichst viele den Übergang ins Großfeld schaffen und sich ihre Freude am Fußball langfristig bewahren.

Wenn du einem Kind später begegnest und es sagt „Du warst mein Trainer“ – was bedeutet dir das?

Solche Momente machen stolz. Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass man in der Entwicklung eines Kindes eine positive Rolle gespielt hat.
 
Was würdest du jemandem sagen, der überlegt, Jugendtrainer zu werden, aber noch unsicher ist?

Niemand startet als perfekter Trainer. Fehler gehören dazu, wichtig ist Kritikfähigkeit und die Bereitschaft zu lernen. In einem guten Umfeld entwickelt man sich schnell weiter. Und das Gefühl, wenn Kinder mit Freude zum Training kommen und man ihren Fortschritt sieht, ist unbezahlbar.

Gibt es etwas, das du mit deinen Teams unbedingt noch erreichen möchtest?

Ich wünsche mir, dass sich meine Spieler kontinuierlich weiterentwickeln und möglichst viele später im Herrenbereich auf hohem Niveau spielen. Besonders freuen würde es mich, wenn es jemand in unsere Männermannschaft oder vielleicht sogar in den Profifußball schafft.

Was macht Budissa als Verein für junge Trainer attraktiv?

Schon für die eigene Persönlichkeitsentwicklung ist der Trainerjob wertvoll, weil man früh Verantwortung übernimmt und lernt, selbstständig zu handeln. Budissa bietet dafür ein sehr gutes Umfeld: viele ehrgeizige und talentierte Kinder, engagierte und ambitionierte Menschen im Verein und eine hochklassige Männermannschaft, die für den Nachwuchs ein klares Zielbild darstellt.

Redaktion / 02.03.2026

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