Musik voller Lebendigkeit

Gegründet wurde das Ensemble „Sempre Rubato“ 1987 von einer Gruppe Studenten in der DDR, die ihre Leidenschaft für Barockmusik und Fahrradfahren bei mehrtägigen Touren mit kleinen Konzerten in Kirchen kombinierten. Foto: Sempre Rubato
Schirgiswalde/Neukirch. Das Kammerorchester „Sempre Rubato“ gibt am Freitag, 7. August, in der katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Schirgiswalde sowie am Sonnabend, 8. August, in der evangelisch-lutherischen Kirche Neukirch jeweils 19.30 Uhr zwei sommerliche Konzerte. Gegründet wurde das Ensemble 1987 von einer Gruppe Studenten in der DDR, die ihre Leidenschaft für Barockmusik und Fahrradfahren bei mehrtägigen Touren mit kleinen Konzerten in Kirchen kombinierten.
Aus dem kleinen Freundeskreis ist im Laufe der Jahre eine Drei-Generationen-Gemeinschaft mit rund 50 Personen geworden, die heute als Ingenieure, Musiker, Buchbinder, Juristinnen, Pfarrer und Schulkinder über ganz Deutschland verstreut leben. Jeden Sommer trifft sich die Gruppe für eine Woche in einer anderen Region, um gemeinsam zu musizieren, zu wandern, zu kochen und die Gegend zu erkunden, wobei es weder bei den Proben noch beim Drumherum einen Dirigenten gibt. Die Musik bildet nach wie vor das gemeinsame Band, hat sich jedoch im Laufe der Jahre vom Barock auf andere Epochen und Genres ausgeweitet, wie das Programm mit Werken von Wassenear, Karlowicz, Price und Raphael zeigt. Den krönenden Abschluss der Sommerwoche bilden traditionell zwei Konzerte in Kirchen der Umgebung, zu denen das Orchester herzlich einlädt. Der Name „Sempre Rubato“ – sinngemäß „immer etwas unregelmäßig“ – ist dabei keineswegs als Qualitätsmangel zu verstehen, sondern steht vielmehr für die lebendige und selbstorganisierte Spielfreude des Ensembles.
Der Eintritt zu beiden Konzerten ist frei, um eine Spende am Ausgang wird jedoch gebeten.