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Nachtspringen auf der Forstenschanze

Nachtspringen auf der Forstenschanze

Der Nachwuchs der Abteilung Wintersport des TSV 1861 Spitzkunersdorf hat sich im Training intensiv auf das Nachtspringen auf der Forstenschanze vorbereitet. Foto: privat

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Das Areal rund um die Forstenschanze in Spitzkunnersdorf rüstet sich zum Nachtspringen am Samstag, 27. Oktober. Foto: Steffen Linke

Die Abteilung Wintersport des TSV 1861 Spitzkunnersdorf schließt mit dem traditionellen Nachtspringen am Samstag, 27. Oktober, auf der Forstenschanze in Spitzkunnersdorf die Saison ab. Sportler und Zuschauer können dabei das besondere Fluidum zu später Stunde genießen.

Spitzkunnersdorf. Die circa 45 Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Alter von vier bis 67 Jahren absolvieren von circa 13.00 bis 17.00 Uhr ihre Trainingssprünge auf den entsprechenden Schanzen im Areal. Der Nachwuchs eröffnet danach das Nachtspringen.
Der Hauptkampf beginnt gegen 18.30 Uhr, wenn allmählich die Dunkelheit einsetzt. Vereinsmitglieder setzen per mehrerer Hebel – unter anderem in der Skihütte und im Wettkampfturm – sieben Flutlichter mit einer Höhe von circa sechs bis 14 Meter und die Lichterkette im Anlauf in Gang. „Das hell erleuchtete Areal ist bis von Mittelherwigsdorf, Hainewalde und Oderwitz aus zu sehen“, sagt Friedhart Seidel, Leiter der Abteilung Wintersport des TSV 1861 Spitzkunnersdorf.

Die Markierungslinien im Hangbereich strahlen bei so einem nächtlichen Wettkampf im Lichtschein richtig. Die Skispringer nehmen aufgrund der Lampen im Abstand von zwei Metern und dem dazwischen liegenden Schatten auch einen abwechselnden Hell-Dunkel-Effekt wahr, weiß Friedhart Seidel aus Erfahrung.

Der Oldie hat bisher bei allen Nachtspringen auf der Forstenschanze – circa 15 an der Zahl – nach dem Motto „Die Teilnahme zählt“ mitgemacht. Den Schanzenrekord aus dem Jahr 2013 hält Lars Krause vom SC Kottmar mit 46 Metern. Der ein oder andere Skispringer, wie zum Beispiel Henry Hoffmann, der amtierende deutsche Meister in seiner Altersklasse bei den Senioren, kratzte aber schon an dieser Marke.

„Bei solchen Sprüngen muss einfach alles stimmen“, sagt Friedhart Seidel. Dieses Gefühl haben die Sportler schon kurz nach dem Schanzentisch, betont er.
Der Wettkampf dauert circa zwei Stunden bis gegen 20.30 Uhr. Die ganze Veranstaltung über wird für das leibliche Wohl gesorgt – unter anderem mit Kaffee und Kuchen, Bock- und Bratwürsten sowie alkoholfreien und alkoholischen Getränken wie zum Beispiel Glühwein.

Nach der Siegerehrung lädt die Abteilung Wintersport des TSV 1861 Spitzkunnersdorf noch zu einem gemütlichen Beisammensein am offenen Feuer ein. „Zum Abschluss machen wir das Flutlicht wieder aus. Dann ist es hier ganz schnell dunkel“, sagt Friedhart Seidel. Und er fügt hinzu: „Manchmal bin ich in den vergangenen Jahren nach dem Nachtspringen erst gegen Mitternacht ins Bett gekommen. Das macht mir aber nichts aus. Ich kann ja am nächsten Tag ausschlafen.“
Über die Forstenschanze spannen die Vereinsmitglieder nach dem sportlichen Ausklang der Saison ein Netz, um den Bereich winterfest zu machen.

„Dann müssen wir warten, bis Schnee fällt, dass wir wieder springen können. Für uns wäre es schon mal ein Traum, dass wir die Anlage mit Kunstschnee belegen können“, sagt er.
Wie dem auch sei: Dem Leiter der Abteilung Wintersport schwirren noch viele Gedanken im Kopf herum, um das gesamte Areal an der Forstenschanze noch attraktiver zu gestalten. Das sei dann aber mal wieder eine andere Geschichte, meint er.
 

 

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Steffen Linke / 26.10.2018

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