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Neuer Hort wird im August eröffnet

Neuer Hort wird im August eröffnet

Die Grundsteinlegung für das neue Kinderhaus in Wiesa liegt erst wenig mehr als ein Jahr zurück, jetzt wird der Bau bald eingeweiht. Foto: Archiv

Nach einer Bauzeit von etwa einem und einem viertel Jahr wird Ende August (genauer am 27.) der Neubau des Kinderhauses Wiesa seiner Bestimmung übergeben.

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Das restaurierte Taubenhaus bildet das I-Tüpfelchen für das neue Hortgebäude.

Wiesa. Zuvor hatte sich auf dem stadteigenen Areal ein Dreiseitenhof befunden, der für die Baumaßnahme weichen musste. „Das Kinderhaus beherbergt zukünftig insgesamt 170 Kinder. Es werden 100 Hortkinder von der Grundschule „Sophie Scholl“ sowie 46 Kindergarten- und 24 Krippenkinder in den Neubau einziehen“, so Oberbürgermeister Roland Dantz. Die Gesamtkosten beziffern sich auf rund 4,5 Millionen Euro und konnten nur dank Fördermaßnahmen dargestellt werden.

„Für die Kinder wurden große und helle Räume mit neuen Spiellandschaften gestaltet. Sie können sich kreativ beispielsweise im Bauraum, im Experimentierraum, in der Werkstatt und im Theaterraum entfalten“, beschreibt der Kamenzer OB das besondere Raumkonzept. Für Lesebegeisterte gibt es eine Bibliothek sowie für Erholungsbedürftige einen sogenannten Snoezelraum.

Ein Motorikzentrum sorgt für mehr Bewegungsmöglichkeiten auch im Inneren des Gebäudes. Auch können die jungen Nutzer ihre Kochkünste in der Kinderküche erproben. „Das Raumkonzept verfolgt eine gemeinsame Nutzung von Gemeinschafts- sowie Mehrzweckräumen und zeichnet sich durch eine klare Gliederung der Funktionsbereiche aus“, macht der OB neugierig.
Die Innengestaltung solle eine Atmosphäre schaffen, „die die Stimulation und Neugier sowie die Sinnes- und Bewegungsentwicklung der Kinder fördert.“ Im Außenbereich laden neue Spielgeräte zum Verweilen und zum aktiven Miteinander ein.

An den früheren Dreiseitenhof, der „aus funktionalen und finanziellen Gründen“ nicht für die Nutzung als Kindertagesstätte geeignet war, erinnert das restaurierte Taubenhaus. „Sein Erhalt sollte eine Beziehung zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart herstellen“, so Stadtsprecher Thomas Käppler. 29.000 Euro ließ sich die Stadt dieses seltene Sahnehäubchen kosten – schließlich gibt es in Sachsen nur noch wenige originalgetreu erhaltene Taubenhäuser. Die acht Seiten wiesen starke Schädigungen durch Rissbildungen, Würfelbruch, Schimmelpilz und Algen auf. Fünf der acht Seiten konnten konserviert, bei den anderen musste das Holz ersetzt werden. Für das alte Hortgebäude wird voraussichtlich nur der Abriss bleiben. Für die zwischenzeitlich angedachte temporäre Nutzung als Dorfgemeinschaftszentrum des Heimatvereins ist es laut einer Untersuchung der Stadtverwaltung ungeeignet, ebenso wie auch das frühere Kulturhaus. Das Zentrum soll jetzt im Objekt „Straße der Gemeinschaft 18“ entstehen, wie der Stadtrat auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen hat. Die Stadt selbst hatte dem Verein zunächst den Hort als Alternative zu dem jetzt favorisierten Objekt zur Nutzung angeboten.

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Uwe Menschner / 26.07.2020

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