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Offene Türen zum 150. Geburtstag des Johanneums

Offene Türen zum 150. Geburtstag des Johanneums

Das monumentale Gemälde „Paulus predigt in Athen“ dominiert die Aula des 150-jährigen Johanneums. Foto: Uwe Menschner

Das Johanneum als Bestandteil des Zittauer Christian-Weise-Gymnasiums freut sich auf zahlreiche Besucher am kommenden Mittwoch. Die Feier findet – wie so viele – mit Verspätung statt.

Zittau. Seit 150 Jahren prägt das Johanneum am Stadtring das Bild der Stadt Zittau. „Neben seinen architektonischen und kunsthistorischen Besonderheiten war es über all die Jahre vor allem ein Ort des Lernens für Generationen von Schülerinnen und Schülern der Stadt Zittau“, erklärt der stellvertretende Schulleiter des Christian-Weise-Gymnasiums, Gordon Steudner. 

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Der Turm des Johanneums erhebt sich an der Stelle, wo zuvor der Turm des Bautzener Tores in die Höhe ragte. Foto: Uwe Menschner


Die weiterführende Bildungseinrichtung feiert das 150-jährige Bestehen des Schulgebäudes im aktuellen Schuljahr mit verschiedenen Veranstaltungen. In diesem Rahmen öffnet am Mittwoch, dem 13. Juli, das Gymnasium von 16.00 bis 18.00 Uhr die Türen des Johanneums und bietet Einblicke in das historische Haus und die Schulkultur heute. „Ehemalige, aktuelle und künftige Schülerinnen und Schüler, aber auch interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zur Entdeckungsreise nach Spuren des vergangenen und aktuellen Schullebens eingeladen“, so Gordon Steudner. 

Besonderes Augenmerk gilt an diesem Tag den Schülerinnen und Schülern der vierten Klassen. Für sie werden unter dem Motto „Fit für’s Gymnasium“ Einblicke in die Angebote verschiedener Fächer im Anfangsunterricht geboten. Außerdem warten physikalische und chemische Experimente auf wissensdurstige Beobachter und experimentierfreudige Besucher.

Attraktion Historisches Wandgemälde

Was das Christian-Weise-Gymnasium als „Klimaschule“ ausmacht, aber auch welche Erkenntnisse im Rahmen der „komplexen Leistungen“ in Klassenstufe 11 gewonnen wurden, kann man an diesem Tag ebenfalls erfahren. „Kulturinte-ressierte können die Möglichkeit nutzen, einen Blick auf das historische Wandgemälde in der Aula zu werfen und einige wissenswerte Informationen über das Kunstwerk und seinen Hintergrund erhalten“, so der stellvertretende Schulleiter. Dabei handelt es sich um das monumentale Kunstwerk „Paulus predigt in Athen“, das Anton Dietrich im Auftrag der Zittauer Bürgerschaft 1878 zu Ehren des Namensgebers, König Johann von Sachsen, schuf. So wechselvoll wie die Geschichte des Gymnasiums generell war auch die des Umgangs mit diesem Gemälde.

Eine Feier mit einem Jahr Verspätung

Eigentlich hätte das 150-jährige Jubiläum schon 2021 gefeiert werden müssen, denn die offizielle Einweihung des Johanneums erfolgte bereits am 14. Dezember 1871. Ursprünglich diente es sowohl als Gymnasiums, als auch als Realschule. Der 56 Meter hohe Turm erhebt sich anstelle des früheren Bautzener Torturms. Er wurde im Herbst 2015 saniert. Dasselbe erfolgte bereits 1996 mit der Fassade sowie 2006 bis 2008 mit dem Innenausbau des Johanneums. Der goldene Engel auf dem Turm stammt ursprünglich vom Webertor. Ein zunächst geplanter zweiter Turm mit Sternwarte kam nie zur Ausführung.

Uwe Menschner / 12.07.2022

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