Perspektiven für einen besonderen Stadtteil

Die ehemalige Kita „Pfiffikus“ steht seit einiger Zeit leer und soll abgerissen werden. Neben einem Kita-Neubau dort könnte in Zukunft ein attrakitver Platz entstehen, der zum Verweilen einlädt, die „Neue Mitte“. Foto: Beate Diederichs
Kamenz. Unlängst trafen sich rund 100 Bewohner von Kamenz-Ost zu einer Bürgerversammlung. „Es ist ein besonderer Stadtteil, in dem in den kommenden zwei, drei Jahren einiges passieren soll“, sagte Oberbürgermeister Michael Preuß. Auf dem Podium saßen unter anderem Vertreter der Städtischen Wohnungsgesellschaft (SWG) Kamenz, der Wohnungsbaugenossenschaft Kamenz (WBG), von sozialen und kulturellen Einrichtungen im Viertel und der Polizei Kamenz. Sie fassten ihre Aktivitäten im Kamenz-Ost und ihre Sicht auf den Stadtteil zusammen. Dann wurden verschiedene Ideen vorgestellt, die die Lebensqualität in Kamenz-Ost erhöhen könnten: Michael Preuß brachte beispielsweise einen Ortsteilbeirat ins Spiel, ein Konzept, das nicht ganz neu ist. Zudem könnte ab 2027 neben einem Kita-Neubau am Ort des „Pfiffikus“, der abgerissen werden soll, die sogenannte „Neue Mitte“ entstehen – ein zentraler Ort im Stadtteil zum Spielen und sich Treffen für alle Altersgruppen. Die SWG plant, einen Block auf der Fichtestraße hochwertig zu sanieren, inklusive alternativer Grundrisse, Balkone und Aufzüge. Zukünftig könnte außerdem die Fichtestraße in einer Richtung oder in beide Richtungen wieder für die Durchfahrt öffnen. In der abschließenden Fragerunde wurde dieser Punkt besonders kontrovers diskutiert. Bei einer Umsetzung des Vorhabens muss man dann wohl sehr sorgfältig das Für und Wider und die Details abwägen.