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Saatreiter verkünden die Osterbotschaft

Saatreiter verkünden  die Osterbotschaft

Die Ostersaatreiter überbringen auf ihren geschmückten Pferden die Osterbotschaft „Jesus ist von den Toten auferstanden“. Foto: privat

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Viele Besucher aus nah und fern zieht es zur Ostersaatreiterprozession am Ostersonntag in das Kloster St. Marienthal. Foto: privat

Zur 391. Ostersaatreiterprozession am Ostersonntag, 21. April, platzt die Kleinstadt Ostritz ganz gewiss wieder aus allen Nähten. Andreas Klimt vom Vorbereitungsteam rechnet dazu mit über 2.000 Besuchern entlang der Strecke. Nach so vielen Jahren sei es immer noch das wichtigste Fest in Ostritz.

Ostritz. 2018 waren zum Ostersaatreiten in Ostritz 76 Pferde unterwegs. Andreas Klimt hofft bei der neuen Auflage auf eine ähnliche Anzahl. Um den Schmuck kümmert sich jeder Saatreiter selber. Zum Klassiker zählt dabei das Stirnkränzel. Der Stirnriemen vom Zaumzeug wird mit Buchsbaum umwickelt. Zusätzlich flechten die Teilnehmer noch Kunstblumen ein. Der Riemen, der als Girlande um den Hals des Pferdes liegt, wird ebenfalls geschmückt. Dieser kann auch aus besticktem Stoff sein. Dann lassen die Saatreiter noch farbige Satteldecken mit eingestickten Auferstehungssymbolen anfertigen. Sehr schön empfindet es wohl nicht nur Andreas Klimt, wenn auch das Pärchen gleich geschmückt ist. Die Jungs dürfen ab 14 Jahren im Tross mitreiten. Der in der Region noch gut bekannte, aber leider verstorbene Klemens Deckwart hatte diese Zeremonie sage und schreibe 62 Mal mitgemacht! In vielen Familien sind die Ostersaatreiter schon über mehrere Generationen unterwegs. Pünktlich 13.00 Uhr mit dem Geläut der Glocken und dem Segen des Pfarres der katholischen Gemeinde Ostritz setzt sich der Zug der Ostersaatreiter auf ihren schön geschmückten Pferden in Bewegung – angeführt von den Ostritzer Fahnen, dem Prozessionskreuz und mittendrin die Pfarrer, Bläser, Klosterfahnen und die Grunauer Fahnen. Der Tross hält an vier Wegkreuzen und im Kloster St. Marienthal, Nach der Begrüßung durch die Äbtissin überbringen die Saatreiter die Osterbotschaft. Am Hutbergkreuz wird dann aller gestorbenen Saatreiter gedacht. Anschließend geht es über den Galgenberg zum Untermarkt, wo die letzte Station der Prozession stattfindet. Am Markt endet mit dem „Großen Gott“ und der dreimaligen Umrundung die Prozession. 

Aufgrund der Saatreiterprozession kommt es zwischen 13.00 und 16.00 Uhr zu kurzzeitigen Sperrungen der Bundesstraße 99 in Ostritz. Die Zufahrt zum Kloster St. Marienthal ist von 13.00 bis 15.00 Uhr voll gesperrt. Laut den Ostersaatreitern sollten die Besucher bitte daran denken, dass ein Pferd keine Maschine, sondern ein lebendiges Wesen ist: „Halten Sie bitte Abstand zu den Tieren, damit es nicht zu Unfällen kommt! Es wäre ein schönes Zeichen Ihrer Wertschätzung für das, was wir tun, wenn Sie Stille und Zurückhaltung üben würden, während wir beten und singen.“ Ein besonderer Dank gilt den rührigen Helfern und Reitern, die diese schöne Tradition am Leben erhalten, sagt Andreas Klimt. 
Für Besucher der Ostersaatreiterprozession in Ostritz stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung.
Steffen Linke 

Steffen Linke / 20.04.2019

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