So steht’s jetzt um die Alte Schmiede


Mit der Pflasterung des Innenhofes (im Bild) und der Sanierung der Scheune nähert sich das Projekt seinem Abschluss.
Obergurig. In der alten Schmiede von Obergurig ist in den letzten Wochen der Innenhof originalgetreu gepflastert worden. „Als Verein hätten wir das nie bewältigen können, deshalb sind wie der auf Natursteinarbeiten spezialisierten Firma Torsten Reiher sehr dankbar für die Unterstützung“, erklärt Bürgermeister Thomas Polpitz, der auch Vorstandsmitglied des Vereins Alte Schmiede Obergurig ist. 2015 hatte die Gemeinde Obergurig das bauliche Zeugnis handwerklicher Tätigkeit, das sich damals in einem desolaten Zustand befand, erworben. Noch im gleichen Jahr begann die dringend erforderliche Notsicherung an Dach und Fassade, ohne die der Abriss gedroht hätte, und der Förderverein wurde gegründet. Der erste Bauabschnitt ab 2019 hatte die Sanierung des zum Schmiede-Ensemble gehörenden Wohnhauses zum Inhalt.
Dieses beherbergt nun einen vielfältig genutzten Veranstaltungsraum im Erdgeschoss sowie die Ausstellungsräume im Obergeschoss. Im zweiten Bauabschnitt nahm sich der Verein die Schmiedewerkstatt vor. „Wohnhaus und Werkstatt sind fertig, seit etwa einem Jahr kümmern wir uns nun um die Scheune“, so Thomas Polpitz. So wurden bereits das Dach erneuert, Balken ausgewechselt und Lehmbauarbeiten ausgeführt: „Vor allem konnten wir die Standsicherheit herstellen, die ursprünglich gefährdet war.“ Erreicht werden konnte dies durch die Kombination von Eigen- mit Fördermitteln sowie durch umfangreiche Eigenleistungen der Mitglieder. So stehen Gemeinde und Verein auf dem Weg, die Schmiede zu einem Begegnungszentrum für die gesamte Gemeinde umzugestalten, nun kurz vor dem Erreichen des Ziels. Regelmäßig treffen sich in der Schmiede der Handarbeitszirkel, der Kräuter-Stammtisch und der historische Stammtisch, „für den der Bürgermeister persönlich kocht“, wie Thomas Polpitz lachend verrät. Weitere Interessenten sind gern gesehen, und zum Tag des Offenen Umgebindehauses am 31. Mai kann sich Jedermann selbst ein Bild von der Alten Schmiede machen.â