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Stadt plant neuen Spielplatz für die Seidau

Stadt plant neuen Spielplatz für die Seidau

Eine Bürgerinitiative möchte gern den Spielplatz an der Fichtegrundschule erneuern und hofft auf finanzielle Unterstützung seitens der Stadt. Die jedoch plant für einen Verweilbereich am anderen Spreeufer.

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Spielplatz am Protschenberg

Dort wo 2010 die Spree einen Spielplatz in den Fluten versinken ließ, soll nach dem Willen der Stadtverwaltung schon bald ein neuer Aufenthaltsbereich entstehen. Bevor dieser allerdings Realität wird, hatte Baubürgermeisterin Juliane Naumann Kinder und Jugendliche dazu aufgerufen, ihre Vorstellungen für die Gestaltung des Areals einzubringen, das sich zwischen dem Flussufer und der Straße Unterm Schloß befindet. Unweit entfernt auf der anderen Spreeseite existiert in Höhe des Protschenberges bereits ein Spielplatz, den eine Bürgerinitiative (BI) umgestalten wollte – möglichst mit kommunaler Unterstützung. Doch ob dieser Wunsch in Erfüllung geht, muss sich erst noch zeigen. Der OLK sprach mit Juliane Naumann über das Spielplatzprojekt, welches die Stadtverwaltung verfolgt, und wie mit den BI-Plänen im Rathaus umgegangen wird.

Weshalb soll an der Straße Unterm Schloß ein Spielplatz entstehen, obwohl sich ein Teil der Seidauer für ein Areal in Höhe der Fichtegrundschule stark macht?

Juliane Naumann: Am benannten Ort, also an der Straße Unterm Schloß, gab es in der Vergangenheit bereits einen Spielplatz. Dieser musste aufgrund von Hochwasserschäden 2010 zurückgebaut werden. Die Spielplatzkonzeption der Stadt sieht vor, diese Ortslage wieder aufzuwerten. Wir haben dort das Fördergebiet Unterm Schloß. Die Umsetzungskonzeption sieht neben der Unterstützung privater Eigentümer bei der Sanierung der baulichen Substanz auch die Aufwertung der entsprechenden Freifläche vor. Die Interessen der Bürgerinitiative beziehen sich hingegen auf die Umgestaltung eines bestehenden Spielbereiches auf dem Protschenberg und stehen nicht mit dem in Verbindung, den wir betrachten.

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Was ist eigentlich daraus geworden, die künftigen Nutzer des Spielplatzes in die Planungen mit einzubinden?

Juliane Naumann: Der Bereich Unterm Schloß sollte mithilfe von Kindern und Jugendlichen aus dem Einzugsgebiet unter fachkompetenter Anleitung beplant und gestaltet werden. Leider sind die vorgesehenen und mehrfach kommunizierten Workshops aufgrund einer zu geringen Resonanz nicht zustande gekommen. Lediglich zwei Anmeldungen gab es. Die Stadtverwaltung wird nun entsprechend selbst Möglichkeiten der Gestaltung entwickeln und umsetzen.

Auf welche Summe kann die Stadt zurückgreifen?

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Juliane Naumann: Der besagte Bereich liegt im Fördergebiet Unterm Schloß. Daraus stünden maximal 60.000 Euro für die vorgesehene Gestaltung zur Verfügung.

Wie wird die Stadt die Seidauer bei ihrem Projekt unterstützen, den Spielplatz in Höhe der Fichtegrundschule zu erneuern?

Juliane Naumann: Die BI hatte Vorschläge zur grundlegenden Umgestaltung des Spielplatzes Protschenberg unterbreitet, welcher aus Sicht der Stadtverwaltung intakt ist und funktioniert. Die Gesamtfinanzierung für die Umsetzung des kompletten Vorschlages der BI konnte nicht gewährleistet werden. Der Spielplatz auf dem Protschenberg ist zwischenzeitlich mit einer Doppelschaukel ergänzt worden. Mit der BI sind wir darüber im Gespräch, wie wir gemeinsam Teiländerungen beziehungsweise Ergänzungen auf dem Spielplatz im Bestand umsetzen können.

Bautzen stellt sich gern als familienfreundliche Kommune dar. Inwieweit und wann könnten auch vor dem Hintergrund gut gefüllter Kassen eventuell beide Maßnahmen verwirklicht werden?

Juliane Naumann: Die Bereiche sind getrennt voneinander zu betrachten – sowohl von der Ausgangssituation als auch den Rahmenbedingungen her. Ziel bleibt es, beide als attraktive Au-fenthaltsflächen zu gestalten.

Roland Kaiser / 11.09.2018

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