Teekontor kommt jetzt im „Herzwerk“ unter

Maren Friedel (links) und Petra Krahl zeigen im „Herzwerk“ Kamenz einige der besonderen Teesorten, die Petra Krahl derzeit noch im „Teekontor“ Kamenz anbietet. Ab Sommer ist das Sortiment des Kontors dann im „Herzwerk“ erhältlich. Foto: Beate Diederichs
Kamenz. Seit Ende 2025 belebt Maren Friedel mit ihrem „Herzwerk“ die Räume auf der Kamenzer Rosa-Luxemburg-Straße neu, wo einst „Foto-Steinborn“ residierte: Im ehemaligen Geschäft finden Veranstaltungen wie Spieleabende, Frauentreffs und Workshops statt. Man kann aber auch einfach zu den Öffnungszeiten einen Kaffee trinken oder einen kleinen Imbiss genießen. Im zweiten Raum verkauft Maren Friedel für die Hersteller, die meist aus der Region stammen, Dekorationsgegenstände, Seifen, Marmeladen und vieles mehr. „Mein Projekt ist gut angelaufen. Es gibt viel positive Resonanz“, zieht sie ein erstes Fazit. Daneben befindet sich im einstigen Atelier der Raum, wo sie psychologische Beratungen durchführt.
Den dritten Teil der rund 120 Quadratmeter, wo früher das Fotolabor untergebracht war, nutzt Maren Friedel bisher als Lager. Das wird sich demnächst ändern. Kaum hundert Meter entfernt, auf der Bautzner Straße 9, betreibt Petra Krahl seit 2013 das „Teekontor“ Kamenz. „Eigentlich wollte ich demnächst das Geschäft an einen Nachfolger übergeben, der bereits gefunden war. Doch im Dezember 2025 kündigte mir der Vermieter die Räume.“ Petra Krahl und ihr Mann suchten dann in der Kamenzer Innenstadt nach einem anderen geeigneten Ladenlokal. Bei dem Leerstand dort kein Problem, sollte man meinen. „Aber alles, was wir fanden, musste entweder aufwändig saniert werden oder war von vornherein zu teuer.“ Die beiden Tee-Enthusiasten fragten unter anderem im Herzwerk an, ob es das Sortiment des „Teekontors“ unter seinem Dach aufnehmen würde. Ein Glücksfall. „Denn genau zu dieser Zeit suchte ich nach einem Tee-Anbieter, der meine Produktpalette ergänzen kann“, erzählt Maren Friedel. Sie wird nun das „Teekontor“ aufkaufen und im ehemaligen Fotolabor unterbringen. Wirtschaftlich ist das für sie ein großer Schritt, den sie aber bewusst gehen möchte. „So kann ich auch dazu beitragen, dass das Kontor erhalten bleibt.“
Wenn das „Teekontor“ am 1. Juni am alten Ort schließt, wandern die Waren nach und nach in ihr neues Domizil. Die feierliche Eröffnung plant man für den 18. August. Am Ende sollen sowohl das „Herzwerk“ als auch das „Teekontor“ profitieren. Petra Krahl hat schon viele positive Rückmeldungen zu der neuen Lösung erhalten. „Meine treue Kundschaft ist einfach nur glücklich, dass das geklappt hat.“