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Theatercamp und neue Skulptur

Theatercamp und neue Skulptur

Gemeinsames Spielen, kreative Workshops und interkulturelle Begegnungen standen im Mittelpunkt. Foto: Verein

Schwosdorf. Mit einer gelungenen Premiere ging das internationale Theatercamp im Rahmen des Kulturprojektes „Kunst-Dorf-Natur 2026“ zu Ende. Eine Woche lang arbeiteten sorbische, deutsche und ukrainische Kinder und Jugendliche gemeinsam an einem nonverbalen Theaterstück, das unter der künstlerischen Leitung der ukrainischen Theaterwissenschaftlerin Iryna Zapolska entstand.
Unterstützt wurde das Projekt vom britischen Puppen- und Figurengestalter Andrew Purvin, der gemeinsam mit den Teilnehmenden beeindruckende Figuren und Requisiten entwickelte. Der Höhepunkt der Woche war die öffentliche Uraufführung im Amphitheater „Oculus Solis“ in Schwosdorf. Trotz anhaltenden Regens ließen sich die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler ihre Premiere nicht nehmen und präsentierten ihr Stück mit großem Engagement. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher verfolgten die Aufführung und belohnten die jungen Darstellerinnen und Darsteller mit großem Applaus.

Das Theatercamp war Teil des Gesamtprojektes „Kunst-Dorf-Natur 2026“, das Kunst, Natur und Gemeinschaft miteinander verbindet und den kulturellen Austausch im ländlichen Raum stärkt. Neben den täglichen Proben standen gemeinsames Spielen, kreative Workshops und interkulturelle Begegnungen im Mittelpunkt.

Bereits jetzt ist geplant, das Theatercamp 2027 fortzusetzen. Außerdem wird das in diesem Jahr entstandene Theaterstück in den kommenden Monaten bei weiteren öffentlichen Veranstaltungen in der Region aufgeführt und damit einem noch größeren Publikum präsentiert.

Einen weiteren Höhepunkt der Projektwoche bildete die Arbeit des international tätigen Bildhauers Przemek (Pem) Perschke. Vor den Augen der Besucher entstand aus einem rund zwei Meter hohen Block weißen Sandsteins die Skulptur „Kein Kommentar“. Mit diesem eindrucksvollen Kunstwerk setzt sich der Künstler mit den Auswirkungen digitaler Kommunikation und der Verantwortung auseinander, die jeder Mensch für seine Worte und sein Handeln im öffentlichen Raum trägt. Die Skulptur verbleibt dauerhaft in Schwosdorf und bereichert den öffentlichen Raum als sichtbares Zeichen für Kunst, Dialog und gesellschaftliche Verantwortung.

Ronny Böhme (Vorsitzender Ostsachsen wechselt e.v.) / 29.07.2026

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