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Vereinsmitglieder bildeten sich im Tierpark weiter

Vereinsmitglieder bildeten sich im Tierpark weiter

Diese Fischottern wurden im Görlitzer Zoo aufgezogen. Foto: privat

Eibau/Görlitz. Der Oberlausitzer Ziergeflügel- und Exotenzüchterverein Eibau hat sich bei einem Besuch im Görlitzer Tierpark weitergebildet. Im Rahmen einer Führung erfuhren die Vereinsmitglieder unter anderem mehr über die Artenschutzprojekte, die Wildtierauffangstation und die Aufzucht von Jungvögeln. Bei einem Blick hinter die Kulissen war es interessant zu erfahren, dass alle Störche auf der Stelzvogelwiese „Unfallopfer“ sind, die nicht mehr fliegen können, ansonsten aber fit sind, sich vermehren und die Jungstörche dann alle ausgewildert werden.  Auf diese Weise wird zur Erhaltung der Population in freier Natur beigetragen. Tierpflegerin Manuela Kleemann betreut alle Findlinge, die in den Zoo gebracht werden mit dem Ziel, sie wieder in die Freiheit zu entlassen. Doch auch der Zoo ist an Gesetze gebunden und darf nicht alle Tiere aufnehmen. Für alle Tiere, die unter das Jagdgesetz fallen, ist der Jäger zuständig, sodass unter anderem Hasen, Rehe, Füchse und viele andere Tiere nicht angenommen werden dürfen, sondern an den jeweils zuständigen Förster übergeben werden müssen. 

Um sehr viele Vogelarten und Fledermäuse kümmert sich Manuela Kleemann rund um die Uhr. In diesem Jahr sind es besonders viele Mauersegler, die auf Grund der großen Hitze unter den Dächern einfach aus dem Nest gesprungen sind. 22 Mauersegler sind es zur Zeit, die alle paar Stunden gefüttert werden und zwar ausschließlich mit Heimchen und Grillen. Auch das ist nicht einfach, zumal diese Futtertiere alle zugekauft werden müssen und enorme Kosten verursachen. Deshalb sucht der Tierpark ständig nach tierlieben Menschen, die für diese Findlinge Patenschaften übernehmen. Wer daran interessiert ist, der findet im Internet Informationen unter www.naturschutz-patenschaft.de. Tierpfleger Andreas Haase informierte über seine großen Projekte. So ist er sehr aktiv, um Wildvögeln Nistmöglichkeiten zu schaffen, zum Beispiel für Falken und Eulen – unter anderem in Kirchtürmen. Zoodirektor Dr. Sven Hammer führte die Mitglieder des Vereins dann noch zu diversen Volieren, in denen seltene, vom Aussterben bedrohte Arten leben und gezüchtet werden. „Für uns war es ein sehr schöner und interessanter Tag. Wir können Vereinen, Schulen usw. nur empfehlen, dort auch mal eine Führung zu buchen und möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich beim Görlitzer Zoo dafür bedanken“, so die Mitglieder des Oberlausitzer Ziergeflügel- und Exotenzüchtervereins Eibau. 

Redaktion / 26.07.2026

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